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Jettingen-Scheppach

16.09.2020

Schnelle Fahrer werden in Jettingen gebremst

In einigen Bereichen des Marktes Jettingen-Scheppachs, wie in der Enderlestraße an der Mittelschule, soll die Verkehrssicherheit mit einer von Bürgern beantragten Tempo 30-Zone erhöht werden, die der Bauausschuss befürwortete.
Bild: Wolfgang Kahler

Plus Nachdem sich Bürger beklagt hatten, reagiert die Verwaltung. Warum der Vorstoß nach einer größeren Tempo 30-Zone aber ohne Erfolg geblieben ist.

Mit 50 oder mehr Sachen durch Wohngebiete, an Altenheimen, Kindergärten oder Schulen vorbei? Ein Unding für viele Bürger. Im Rathaus von Jettingen-Scheppach häuften sich Klagen über immer höheres Verkehrsaufkommen und Raser. Die sollen jetzt mit einer Tempo 30-Zone eingebremst werden. Einige Gemeinderäte wollten das Gebiet noch deutlich erweitern, kamen damit aber nicht durch.

Größere Zone-30 soll Abhilfe schaffen

Ständig zunehmender Verkehr bedeutet nicht nur für den Markt Jettingen-Scheppach ein wachsendes Problem. Besonders betroffen ist dort die Krankenhausstraße, die Bereiche Altenheim, Kindergarten St. Martin und Mittelschule, informierte Bürgermeister Christoph Böhm den Bauausschuss. Weil dann auch noch häufig zu schnell gefahren wird, seien in der Vergangenheit immer mehr Beschwerden in der Verwaltung eingegangen. Bereits vor zwei Jahren hatte der Ausschuss ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde im Bronnerweg beschlossen, das ebenfalls in einem kurzen Bereich der Krankenhausstraße gilt. Das reicht offensichtlich nicht. Die Einführung einer wesentlich größeren Tempo 30-Zone soll nun für Abhilfe sorgen.

Die Polizei stehe der Einrichtung solcher geschwindigkeitsbeschränkten Bereiche „positiv“ gegenüber, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Die Zone in Jettingen-Scheppach soll nun das folgende Gebiet umfassen: Krankenhausstraße bis Einmündung Dominikus-Böhm-Straße einschließlich Friedhof-, Gartenstraße, Laubenweg, Ritter-von-Stain-Straße, Bronnerweg bis Einmündung Am Schießplatz, Baugebiet Jahnsportplatz, Jahn-, Eichendorff- und Enderlestraße bis zur Einmündung Brunnen- und Christoph-von-Schmid-Straße.

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Schilderwald soll vermieden werden

Die Ausweisung dieses Bereiches löste unterschiedliche Reaktionen unter den Markträten aus. Er habe Verständnis für Kindergärten und Schulen, sagte Zweiter Bürgermeister Hans Reichhardt (FUW). Aber diese Zone sei zu groß, zumal im Bronnerweg ohnehin nicht schnell gefahren werden könne.

Anderen ging die vorgeschlagene Zone nicht weit genug. „Um einen Schilderwald zu vermeiden“, so Dritter Bürgermeister Josef Seibold (Jungbürger), sollten nur drei Schilder aufgestellt werden. Eines schon an der Uhlandstraße. Außerdem forderte er polizeiliche Kontrollen. „Wir sollten nicht gleich mit der Polizei drohen“, fand Bürgermeister Böhm. Es sei ein Witz, eine so große Fläche „einzuzäunen“, sagte FUW-Rat Markus Kraus. Woanders hätten Anlieger auch ein Tempolimit gefordert und dann seien diese dort schneller gefahren.

"Hauptverkehr soll auf die Hauptstraßen"

Für Fahrer sei dieser Bereich unübersichtlich, sagte Cornelia Stiefel (FUW) und plädierte wie Seidel für den Beginn an der Uhlandstraße. Unterstützung bekam sie von Helmut Söll (Grüne): „Der Hauptverkehr soll auf die Hauptstraße, ich bin für einen klaren Schnitt.“ Als Testfall sollte die Zone eher kleingegliedert sein, empfahl CSU-Rat Raimund Strobl, und „schauen wie sich’s entwickelt“, ergänzte Bürgermeister Böhm.

Mit acht zu fünf Stimmen fiel der Beschluss zugunsten des Verwaltungsvorschlags. Zum Tempo-Thema passte die Anfrage von CSU-Rat Christoph Schmid. In Schöneberg werde in der Kemnater Straße am Ortsanfang von Ettenbeuren zu schnell gefahren, lauteten dort die Klagen. Dort könnte eine Geschwindigkeitsmessanzeige vom Markt aufgestellt werden, schlug der Rathauschef vor.

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