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Energie

07.01.2012

Seit 50 Jahren erzeugt das Donaukraftwerk in Leipheim Strom

Das Donaukraftwerk Leipheim erzeugt mit seinen zwei Kaplanturbinen rund 50 Millionen Kilowattstunden pro Jahr regenerativen Strom aus Wasserkraft
Bild: Foto: BWE

Im Jubiläumsjahr ging eine vollautomatische Rechenreinigungsanlage in Betrieb

Leipheim Einen runden Geburtstag feierte 2011 das Laufwasserkraftwerk Leipheim. Das Kraftwerk der ODK (Obere Donau Kraftwerke AG), die zu 60 Prozent der Rhein-Main-Donau AG (RMD) und zu 40 Prozent der Energie Baden-Württemberg Kraftwerke AG gehört, blickte auf ein halbes Jahrhundert erfolgreichen Dauerbetrieb im Dienste einer umweltfreundlichen, regenerativen Stromerzeugung zurück, heißt es in einer Pressemitteilung des Betreibers.

Die Staustufe Leipheim ist eine Mehrzweckanlage und wurde neben der Stromerzeugung für weitere staatlich-wasserwirtschaftliche Zwecke, insbesondere Hochwasserschutz und Sohl- und Grundwasserstabilisierung errichtet.

Seit der Inbetriebnahme 1961 erzeugte Leipheim aus seinen beiden Kaplan-Turbinen mit zusammen 9370 Kilowatt maximaler Leistung durchschnittlich rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung werden damit nach Angaben der Betreiber jährlich rund 35000 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Im September des Jubiläumsjahres 2011 ging im Kraftwerk eine neue, hochmoderne Rechenreinigungsanlage in Betrieb, die seitdem vollautomatisch für einen schwemmgutfreien Durchfluss des Donauwassers am Feinrechen sorgt. Rund 1,2 Millionen Euro hat die ODK in das Projekt investiert. Mit der Sanierung und Umrüstung war die Betreibergesellschaft des Kraftwerks, die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW), ein Tochterunternehmen der Lechwerke AG (LEW), betraut.

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Durchschnittlich rund 120 Tonnen Schwemmgut, in erster Linie Treibholz, aber auch Unrat, „filtert“ die Rechenreinigungsanlage pro Jahr aus der Donau.

Zum nachhaltigen Betrieb von Wasserkraftanlagen kümmere sich die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) aktiv um neue Formen der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Gewässernutzern, heißt es in einer Pressemitteilung. So wurden zum Beispiel gemeinsam mit Fachverwaltung und -verbänden, mit Wissenschaft und Fischerei eine Vielzahl von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten durchgeführt, unter anderem Projekte zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Auenentwicklung.

Die vorhandenen Staustufen zwischen Neu-Ulm und Donauwörth würden zusammen mit dem Riedstrom einen wirksamen Hochwasserschutz in diesem Gewässerabschnitt gewährleisten. Das durch den Riedstrom aktivierte Retentionspotenzial im Donauried habe überregionale Bedeutung für den gesamten bayerischen Donauraum.

„Unsere beiden ältesten Wasserkraftwerke entstanden vor knapp 90 Jahren am Main in Würzburg und an der Donau bei Passau.

Unserem Kraftwerk Leipheim wünschen wir einen mindestens ebenso langen und erfolgreichen Betrieb, der vor allem auch dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens und denen unseres Betriebsführers BEW zu danken ist – darauf können alle mit Recht stolz sein“, erklärte RMD-Vorstand Dr. Albrecht Schleich weiter. (pm)

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