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Abschluss

27.07.2019

Sieben Mal die Traumnote 1,0

Am Donnerstag verabschiedete Schulleiter Martin Neumann (oben rechts) bei der Abschlussfeier des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Günzburg mit Außenstelle Krumbach 340 Absolventen ins Berufsleben. Dabei wurden zahlreiche Preise an die Besten vergeben.
Bild: Peter Wieser

Das Staatliche Berufliche Schulzentrum hat seine Absolventen verabschiedet: 340 neue Fachkräfte für die Region

Was haben das Staatliche Berufliche Schulzentrum Günzburg und das Bayreuther Festspielhaus gemeinsam? „Keine Klimaanlage“, sagte Schulleiter Martin Neumann im Hinblick auf den „wahrlich sommerlichen Abschluss“ in der Mehrzweckhalle des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Günzburg scherzend. Am Donnerstag verabschiedete die Schule 340 Berufsschüler und Berufsfachschüler aus 19 verschiedenen Ausbildungsrichtungen. Sieben Absolventen haben die Traumnote 1,0 in ihrem Abschlusszeugnis stehen. Vorangegangen war ein ökumenischer Gottesdienst in der Auferstehungskirche.

„Es ist so weit, der Abschluss ist da“, wandte sich Neumann an die Absolventen. „Die Unternehmen rechnen mit Ihnen.“ Der Schulleiter bezog sich nicht nur auf die hervorragenden Wirtschaftsprognosen in der Region, sondern auch auf die derzeitige Arbeitslosenquote von 1,7 Prozent im Landkreis und damit die besten Perspektiven für die neuen Fachkräfte. Manch einer schaue vielleicht schon weiter in seine berufliche Zukunft. Bildung sei im Herz, im Kopf und in den Händen verankert. „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist“, zitierte Schulleiter Neumann den amerikanischen Schriftsteller Mark Twain. „Was Sie auch immer beginnen, schließen Sie es ab und bleiben Sie dran.“

Günzburgs Zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer, der den Absolventen ebenfalls alles Gute für ihren weiteren Lebensweg und ihre berufliche Zukunft wünschte, betonte: „Erfolge führen zu Zufriedenheit. Sie dürfen sagen, dass Sie von Ihrem Fach etwas verstehen.“ Oliver Stipar, Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben, der auch im Namen von Kreishandwerksmeister Michael Stoll die künftigen Fachkräfte beglückwünschte, bemerkte gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel: Er hoffe, dass der eine oder andere in der Region bleibe.

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Von den insgesamt 340 Absolventen haben 290 Auszubildende der Berufsschule in den Berufen der Kraftfahrzeug-, Metall- und Bautechnik, der Körperpflege und im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung ihre Berufsabschlussprüfung abgelegt. Weiter haben 50 Schülerinnen und Schüler an den Berufsfachschulen für Kinderpflege, Sozialpflege, Ernährung und Versorgung die Abschlussprüfung absolviert. Elf Auszubildende haben das sogenannte KMK-Zertifikat Englisch abgelegt, das ihnen nach den Regeln der Kultusministerkonferenz ihre Kompetenz in der englischen Sprache bescheinigt.

20 Industriekaufleute haben im Rahmen des EU-Bildungsprogramms „Leonardo da Vinci“ an einem Aufenthalt in London teilgenommen. Ihnen wurde der Europass Mobilität verliehen. Diesen erhielten auch 13 Mobilitätsteilnehmerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege. Sie absolvierten ein dreiwöchiges Auslandspraktikum in Pressbaum bei Wien, in Kuopio (Finnland), wie auch im spanischen Bilbao. Weiter haben 22 Studenten im dualen System neben dem Studium den Abschluss zum Industriemechaniker bestanden. 17 Teilnehmer der Ausbildung zur Qualitätsmanagementfachkraft haben die Prüfung ebenfalls mit Erfolg abgeschlossen. Gleichzeitig konnte 165 Schülerinnen und Schülern der mittlere Schulabschluss verliehen werden. Elf Absolventen, die Berufsbesten, erhielten am Donnerstag einen Schulpreis, gesponsert von der Sparkasse Günzburg-Krumbach und dem Kreisverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Landkreis Günzburg. Neben der Regierung von Schwaben unterstützten diese auch die Preisvergabe der sieben Schulbesten, die ihren Preis von Landrat Hubert Hafner entgegennehmen durften.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von Ernst Freundlinger mit Songs an der Gitarre, darunter Andreas Bouranis „Ein Hoch auf uns“, mit dem dieser besondere Moment am Donnerstag zu Ende ging.

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