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Corona-Krise

24.03.2020

So hilft Günzburg Bürgern und Betrieben

Die Stadt Günzburg kommt den Bürgern finanziell entgegen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Kindergartengebühren, Gewerbesteuer, Solidarität: Ein Überblick über die kurzfristige Unterstützung in Zeiten der Corona-Pandemie.

Aufgrund der Corona-Pandemie sowie des ausgerufenen Katastrophenfalls mit ihren Folgen stellt die Stadtverwaltung Günzburg kurzfristige Hilfen für Familien und Unternehmen bereit.

Auf Initiative von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) werden im Stadtgebiet keine Abbuchungen von Kindergarten- oder Kindertagesstättengebühren für den April vorgenommen. Das gilt sowohl für die städtischen Einrichtungen als auch für die Einrichtungen der kirchlichen oder freien Träger. Damit möchte man kurzfristig reagieren und in der jetzigen Situation Familien etwas mehr Budget geben.

Insbesondere dem Einzelhandel soll geholfen werden

Jauernig hat zudem entschieden, den Unternehmen in Günzburg, insbesondere dem stark vertretenen Einzelhandel, die Gewerbesteuer unbürokratisch auf Antrag befristet zu stunden. „So sorgen wir kurzfristig für mehr Liquidität in unseren Wirtschaftsbetrieben und entlasten im Rahmen unserer Möglichkeiten von finanziellen Folgen der Corona-Pandemie“, erklärt Jauernig in der Mitteilung. „Konkret unterstützt die Stadt Günzburg betroffene Unternehmen über vereinfachte und zinslose Stundungsmöglichkeiten für Steueransprüche.“ Auch Herabsetzungsanträge für Steuervorauszahlungen werden unbürokratisch bearbeitet, um die Steuerzahlungen schnell an die veränderten Verhältnisse anzupassen. Ziel müsse es sein, für örtliche Unternehmen, Händler und Selbstständige Entlassungen zu vermeiden beziehungsweise Arbeitsplätze zu sichern. Unternehmen können den Antrag unter folgendem Link https://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Formulare/Steuerzahlung/Steuererleichterungen_aufgrund_der_Auswirkungen_des_Coronavirus.pdf verwenden oder sich an die Finanzverwaltung der Stadt Günzburg, 08221/903-134, steuerverwaltung@rathaus.guenzburg.de wenden.

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Die Bürger sollen solidarisch mit dem örtlichen Handel sein

Ergänzend können die Kanal- sowie Wassergebühren bei den Stadtwerken Günzburg auf Antrag gestundet werden. Unternehmen wenden sich hierfür an info@stadtwerkeguenzburg.de. Darauf haben sich der Leiter der Stadtwerke Günzburg, Johann Stelzle, und der Ausschussratsvorsitzende Gerhard Jauernig geeinigt.

Um die Günzburger Gastronomie zu entlasten, werden Gebühren für die Bestuhlung von Außenflächen nur für die Zeit der tatsächlich möglichen Nutzung erhoben. Hier erfolgen entsprechende Anpassungen und Rückerstattungen.

Unabhängig von den kurzfristig getroffenen Entscheidungen appelliert der OB an die Günzburger, auch Solidarität mit dem örtlichen Handel zu leben. Der Slogan der Cityinitiative Günzburg habe selten so gut gepasst wie in dieser besonderen Zeit. Die Plattform www.wir-in-guenzburg.de bietet aktuelle Informationen und eine Übersicht zu allen Services wie Lieferservice, To-Go-Service und mehr an – von allen Händlern und Gastronomen aus Günzburg, die sich melden, egal, ob Mitglied der Cityinitiative oder nicht. Inzwischen können auch frisches Obst, Gemüse oder Brot von Günzburger Betrieben nach Hause bestellt werden.

Viele Ehrenamtliche haben sich schon registrieren lassen

Oberbürgermeister Jauernig ergänzt: „Ich habe großes Verständnis für die berechtigten wirtschaftlichen Sorgen, die die Unternehmer derzeit sehr stark beschäftigen. Diese existenziellen Nöte – verbunden mit den erheblichen, derzeit noch nicht vollumfänglich einschätzbaren Auswirkungen – nehme ich sehr ernst.“ Er verweist nochmals auf das Soforthilfeprogramm der Bayerischen Staatsregierung. Die Internetseite www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/ bietet wertvolle Informationen und genaue Handlungsempfehlungen, die konkret auf den jeweiligen Einzelfall bezogen sind.

Die Stadt Günzburg freut sich, dass das Freiwilligenzentrum Stellwerk als zentrale Koordinierungsstelle für Hilfsdienste in Zeiten des Katastrophenfalls auftritt und sich bereits zahlreiche ehrenamtliche Helfer haben registrieren lassen. Unter der Telefonnummer 08221/9301010 dürfen sich Hilfesuchende melden: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 17 Uhr ist die Hotline besetzt; ein Anrufbeantworter übernimmt in den anderen Stunden. Angeboten werden ein Einkaufsdienst, der Gang zur Apotheke, mit Hunden Gassi gehen. Wer sich engagieren und helfen möchte, meldet sich ebenfalls unter der 08221/9301010. Die ehrenamtlichen Helfer sind über die Nachbarschaftshilfe unfall- und haftpflichtversichert. Eine genaue Beschreibung ist auf www.guenzburg.de/aktuelles/informationen-zum-coronavirus/ zu finden.

Die für den 31. März geplante Stadtratssitzung entfällt. (zg)

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