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Projekt

10.11.2017

Stadt hilft ehrenamtlichen Helfern

Das „Stellwerk“ bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Auch die Stadt Leipheim wird die Nachbarschaftshilfe unterstützen – und die Seniorengemeinschaft.
Bild: Weizenegger

„Stellwerk“ und Seniorengemeinschaft werden künftig von Leipheim unterstützt

Die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe „Stellwerk“ und die Seniorengemeinschaft Landkreis Günzburg werden künftig von der Stadt Leipheim unterstützt. Der Beitritt zu den beiden Einrichtungen erfolgt zunächst für zwei Jahre, hat der Stadtrat am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Die UWG-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag zugunsten der Seniorengemeinschaft eingereicht. Sie wurde 2014 gegründet und wird vom Freistaat unterstützt und gefördert.

Die Organisation hat bereits 300 Mitglieder und im nördlichen Landkreis gehören ihr laut UWG acht Kommunen an, darunter Günzburg, Burgau, Jettingen-Scheppach und Bibertal. Bei der Seniorengemeinschaft können Arbeitsleistungen gegen einen Monatsbeitrag von acht Euro erbracht werden, informierte Bürgermeister Christian Konrad. Davon gehen zwei Euro an die Organisation, sechs Euro werden für die ehrenamtliche Arbeit gezahlt. Beim Freiwilligenzentrum „Stellwerk“ gibt es keine Mitgliedschaft, dort helfen sich die Beteiligten gegenseitig. Hauptzielgruppe seien zwar Senioren, aber Hilfe gebe es auch für Alleinerziehende, sozial Schwache, Familien und andere Bedürftige. Der Aufbau wird vom Freistaat Bayern mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 5000 Euro im Jahr unterstützt. Der Aufbau in Leipheim soll durch eine Koordinatorin erfolgen. Für die Stelle hat sich bereits eine Bewerberin mit Erfahrung aus der Seniorenbetreuung gemeldet. Die Stadt sollte lediglich einen Arbeitsplatz bereitstellen und einen Ansprechpartner benennen. „In Leipheim wird bis auf ein Café wenig für Senioren gemacht“, untermauerte UWG-Rat Horst Galgenmüller den Antrag seiner Fraktion. Das Projekt sei sehr erfolgreich. Er könne sich beide Einrichtungen parallel vorstellen. Bürgermeister Konrad sah Vor- und Nachteile bei der Seniorengemeinschaft, denn „acht Euro könnten für manche zu viel sein“. Unter den Stadträten gab es teils Bedenken, dass die Kommune Mitglied des Vereins werden könne, dass die Beschäftigungsfrage nicht eindeutig geklärt sei und trotz Gemeinnützigkeit Geld fließe. Letztlich hätten beide Einrichtungen Vorteile, meinte SPD-Rat Dieter Ammicht und Beate Mendle (Grüne) empfahl, die Beteiligung an der Hilfe zunächst für zwei Jahre zu probieren. Die Stadt wird mit einem Mindestbeitrag von 100 Euro jährlich beide unterstützen, wurde einstimmig beschlossen. (wk)

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