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Gundremmingen

05.07.2020

Statt eines Jahreskonzerts bietet die Musikschule Straßenmusik

Straßenmusik statt Jahreskonzert: Am Sonntag präsentierten sich beim Gundremminger Straßenmusik-Festival etwa 60 Musiker der Musikschule Gundremmingen, Offingen und Rettenbach erstmals wieder dem Publikum.
Bild: Peter Wieser

Plus Wie sich beim Gundremminger Festival die Musikschule Gundremmingen, Offingen und Rettenbach erstmals wieder in der Öffentlichkeit präsentiert.

„Vorsicht Straßenmusiker“, stand auf den Warntafeln, die Gundremminger Schulstraße war vorsichtshalber abgesperrt worden. Erstmals traten an die 60 Musiker der Musikschule Gundremmingen, Offingen, Rettenbach nach mehr als vier Monaten Corona-Pause wieder vor Publikum auf. In kleinen Gruppen, mit Abstand, sowohl unter den Musikern, als auch unter den Besuchern, begeisterten sie diese beim Gundremminger Straßenmusik-Festival am Sonntag – eine der ersten Veranstaltungen dieser Art im Landkreis überhaupt.

Wenn schon das gewohnte Jahreskonzert, das gleichzeitig auch eine Information für kommende Schüler ist, nicht möglich ist, dann eben Straßenmusik: Somit hatten sich die Künstler, sowohl als Solisten, wie auch in Ensembles, mit ihren Musiklehrern an sechs verschiedenen Plätzen rund um das Kulturzentrum verteilt.

Für Musikschulleiter Klaus Schlander ist es wichtig, dass sich die Musiker präsentieren

„Wir müssen uns wieder präsentieren“, hatte Musikschulleiter Klaus Schlander noch vor wenigen Wochen betont. „Wir freuen uns jetzt, die Musiker nach langer Abstinenz wieder begrüßen zu dürfen“, sagte er am Sonntag. „Schön, dass so etwas wieder stattfinden kann“, bemerkte Bürgermeister Tobias Bühler und er sprach genau das aus, wonach sich die Besucher seit Langem gesehnt hatten.

Die sangen kurzerhand zum „Häschen hüpf“ des Trompetenquartetts auf der Bühne beim Kulturzentrum munter mit. Beim „Dorflädle“ musizierten die Flötenkinder, an der Grundschule marschierte ein Schlagzeug-Ensemble entlang und vor dem Rathaus hatten sich die Saxofone und Klarinetten positioniert.

Letztere luden zwischendurch schon einmal zu einer Fahrt mit dem „Sonderzug nach Pankow“ ein, und sogar aus der Tiefgarage drangen fröhliche Klänge empor: Mit dem Song „I like the Flowers“ bewies ein weiteres Trompetenensemble, dass die Gundremminger Tiefgarage in Sachen Akustik einem Konzertsaal offensichtlich nur wenig nachsteht.

Beim Straßenmusik-Festival erklingt die Deutschlandhymne auf der Tuba

Der Schulhof der Gundremminger Grundschule, für Akkordeon und Keyboard reserviert, bot nicht nur zu Chansons von Edith Piaf Open ein reizvolles Ambiente. Sicher ist: Die Deutschlandhymne kann auch auf der Tuba richtig gut klingen und John Williams’ „Star Wars“ lässt sich problemlos auch nur mit einem Schlagzeug, einer E-Gitarre, einem Euphonium und einem Flügelhorn interpretieren.

Der große Musiksaal, dort herrschte Maskenpflicht, war dem Flügel für Werke von Mozart über Frank Sinatra bis hin zu Stevie Wonder vorbehalten. Der letzte Song des Queen-Medleys „The Show must go on“, traf es auf den Punkt: Die Show muss weitergehen – nicht nur in Gundremmingen.

Ehemaliger Gundremminger Pfarrer Richard Harlacher freut sich über Leben im Ort

„Es ist wunderschön, dass wieder ein Leben hereinkommt“, sagte Gundremmingens früherer Pfarrer Richard Harlacher. Ein anderer Gundremminger fügte hinzu: „So etwas dürfte gerne öfters stattfinden.“

Zufrieden zeigte sich auch Musikschulleiter Klaus Schlander: „Man hat gemerkt, dass die Musiker gewartet haben und richtig in den Startlöchern gestanden sind.“ Man habe sämtliche Regelungen einhalten können und alles habe hervorragend funktioniert.

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