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Kammeltal

20.10.2017

Straßenausbau in Egenhofen bleibt umstritten

In Egenhofen wird die Dorfstraße erneuert.
Bild: Anne Wall (Symbolfoto)

Warum der Beitrag der Anlieger wohl juristisch geklärt werden muss.

Die Dorfstraße in Egenhofen wird grundlegend saniert und ausgebaut. Doch bei der Frage, wie die Anlieger an den umlagefähigen Kosten von 1,33 Millionen Euro beteiligt werden, scheint es auf eine gerichtliche Klärung hinaus zu laufen. Nicht alle Gemeinderäte sind mit dem Projektbeschluss einverstanden.

Bereits seit fast einem Jahr beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Ausbau der in die Jahre gekommenen Straßen des Ortsteils. Die Pläne wurden den Anliegern in Egenhofen in zwei Versammlungen vorgestellt.

Einwände und Anregungen seitens der Bürger verringerten die Gesamtinvestition um circa 200 000 Euro. In Verbindung mit der Straßensanierung werden Wasserversorgung und Kanalisation in der Dorfstraße erneuert.

Aus Sicht der Verwaltung handelt es sich beim Ausbau um die erstmalige Herstellung. So können 90 Prozent der umlagefähigen Kosten den Anliegern in Rechnung gestellt werden. Insbesondere für solche mit großen Grundstücken können da leicht fünfstellige Beträge zusammen kommen. Für Gemeinderat Johann Böck war die Sache klar: „Ich kann nicht zustimmen“, sagte er, „wegen der erstmaligen Herstellung und der Fahrbahnbreite“. Seiner Ansicht nach sei die Straße schon 1960/61 entsprechend ausgebaut worden, „dass muss juristisch geklärt werden“. Kammeltals Bürgermeister Matthias Kiermasz betont dagegen, dass nach der Verlegung der Staatsstraße außerhalb der damals selbständigen Gemeinde lediglich eine „Staubfreimachung“ der Straße erfolgte.

Fahrbahnverengung bei der Kapelle

Nach den Plänen des Dinkelscherbener Ingenieurbüros Thielemann und Friderich wird die Dorfstraße auf 5,75 Meter erweitert und erhält einen 1,50 breiten Gehsteig. Im Bereich der Kapelle im nördlichen Ortsbereich entsteht eine Fahrbahnverengung. Etwa in Ortsmitte wird ein Platz für den Maibaum vorgesehen. Lediglich an einer Stelle wird die Fahrbahn auf 5,50 reduziert. Das war Gemeinderat Johann Böck vor allem wegen landwirtschaftlicher Fahrzeuge zu knapp. Er wünsche sich dort einen schmaleren Gehsteig. Aus Sicherheitsgründen sei dies nicht empfehlenswert, so Planer Thomas Friderich, ebenso wenig wie ein abgesenkter Bordstein, der von vielen Egenhofener Bürgern gewünscht wurde. Einige Bereiche im Ortsteil wurden von der Sanierung entweder ganz ausgenommen wie der Kaiserweg, andere zum Teil deutlich reduziert. Der Zeitplan sieht laut Planer noch heuer die Ausschreibung vor, die Vergabe der Bauleistungen im März 2018 und den Baubeginn im April.

Der Beschluss in der von zahlreichen Egenhofer Bürger besuchten Gemeinderatssitzung am Dienstag fiel zugunsten des Ausbaus mit drei Gegenstimmen.

Selbst wenn es zum Klageweg komme, werde das die Umsetzung des Projekts nicht verzögern, meint Bürgermeister Kiermasz. Die Verwaltung sei auch beim Ausbau der Bergstraße im Ortsteil Goldbach vom Verwaltungsgerichtshof in seiner Auffassung zur Beitragserhebung bestätigt worden.

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