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Futsal

27.12.2019

Titelkämpfe im Landkreis Günzburg: Wer hat diesmal den größten Spaß?

Futsal ist klasse: Die SpVgg Wiesenbach qualifizierte sich in Ichenhausen.
Bild: Ernst Mayer

Sieben starke Teams jagen Titelverteidiger SC Bubesheim. Warum Platz zwei in diesem Winter viel wert ist. Auch sonst spricht einiges dafür, dass die Endrunde in Günzburg zum Spektakel wird.

Jetzt gilt’s. Vorbei die Vorrunden mit spielerisch zweifelhaftem Wert, vorüber die Zeit der lockeren Kantersiege in der Halle. Wenn an diesem Samstag, 28. Dezember, ab 17 Uhr die Futsal-Landkreismeisterschaft ausgespielt wird, wissen alle acht teilnehmenden Teams: Ohne Motivation, ohne Spaß und ohne Qualität wird in der Rebayhalle in Günzburg nichts zu holen sein. Überhaupt spricht einiges dafür, dass diese 38. Endrunde um den Sparkassen-Cup die spannendste und die sehenswerteste seit der Umstellung auf moderne Regeln werden könnte.

Knifflig wird's schon in der Gruppenphase

Titelverteidiger SC Bubesheim wird natürlich alles daran setzen, den Triumph des vergangenen Winters zu wiederholen. Entsprechend entspannt geht der Bezirksligist mit der Favoritenbürde um. Doch ein Selbstläufer wird die Landkreismeisterschaft gewiss nicht für das Team um Spielertrainer David Bulik. Bereits in der (sportlich etwas stärker besetzten) Vorrundengruppe A wird’s knifflig. Drei starke Kreisligisten treten hier gegen den Klassenhöheren an. Die SpVgg Wiesenbach ist in der Halle immer zu allem fähig. Der VfR Jettingen pflegt immer Spielkultur. Türk GB Günzburg verfügt über herausragende Techniker und dürfte auch eine lautstark anfeuernde Fanbasis im Rücken spüren. Wer sich in dieser Gruppe durchsetzt, sieht sich weiteren Klasse-Kickern gegenüber. Allen voran trifft das auf die SG Röfingen-Konzenberg zu, die nach zwei Endspiel-Niederlagen hintereinander auf den Titelgewinn brennt. Ihre Gruppengegner SV Mindelzell, Türkiyemspor Krumbach und FC Günzburg mögen zuletzt zwar keine erkennbaren Spuren auf dem Hallenboden hinterlassen haben, für das anstehende Turnier sagt das aber gar nichts aus.

Einen zusätzlichen Prickel-Faktor bringt der erstmals praktizierte Qualifikationsmodus in Schwaben mit sich. Der Zweite des Günzburger Turniers wird nämlich mitnichten der erste Verlierer sein, sondern er kann sich als Gewinner fühlen. Zusammen mit dem Titelträger darf er eine Woche später auf Ebene des Fußball-Kreises Donau weiterspielen und erhält so die Chance, sich für das am 11. Januar in Günzburg anstehende Turnier um die Schwaben-Krone zu qualifizieren.

Titelkämpfe im Landkreis Günzburg: Wer hat diesmal den größten Spaß?

Hat Futsal eine Chance?

Ebenfalls für einen Futsal-Festtag spricht, dass weit und breit kein konkurrierendes Turnier stattfindet. Außerdem ist Türk GB Günzburg beileibe nicht der einzige Starter, der ein seh- und hörbares Fanpotenzial mit in die Sporthalle bringt. SG Röfingen-Konzenberg, Türkiyemspor Krumbach und SpVgg Wiesenbach mobilisieren immer viele Anhänger. Und nicht nur Turnierleiter Gerhard Weng spekuliert darauf, dass diesmal auch die anderen Bewerber für den Hallen-Titel auf echte Unterstützung zählen dürfen. Verdient hätten es sie und die ganze Sportart. Denn nicht zuletzt geht es um die Frage, ob der aus verschiedensten Gründen kriselnde Hallenfußball im Männerbereich, man muss es so deutlich formulieren, überlebt.

Lesen Sie auch den Kommentar: Gebt den Fans einen Futsal-Feiertag!


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