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Leipheim

22.11.2019

UWG will in Leipheim „die Mehrheit der CSU brechen“

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hat ihre Kandidatenliste für die Stadtratswahl in Leipheim nominiert.
Bild: Kaiser

Bei der Nominierungsversammlung der UWG kritisierte der Fraktionschef den Leipheimer Bürgermeister Christian Konrad.

Die Marschrichtung ist klar. „Wir wollen die Mehrheit der CSU brechen“, erklärte der UWG-Fraktionsvorsitzende Horst Galgenmüller. Die Unabhängige Wählergemeinschaft hat ihre Kandidaten für die Stadtratswahl in Leipheim nominiert. Bislang stellt die UWG vier von 20 Stadträten. Um die Mehrheitsverhältnisse im Rat zu ändern, muss die UWG bei der Wahl also zulegen.

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Angesichts des „tollen Teams“ sei das durchaus möglich, zeigte sich der UWG-Vorsitzende Klaus Schurr optimistisch. Nur mit einer starken UWG sei es möglich, den Fraktionszwang bei der CSU künftig durch Sachdiskussionen zu ersetzen. Kritik übte Galgenmüller an Bürgermeister Christian Konrad.

"Das grenzt an Selbstüberschätzung"

In einem kurzen Rückblick ging der Fraktionsvorsitzende auf einige Punkte der jüngeren Vergangenheit ein. Uneingeschränkt und von Beginn an habe sich die UWG für die Sanierung und den Erhalt des Gartenhallenbades in Leipheim eingesetzt. „Befremdet“ habe ihn deshalb die Aussage von Bürgermeister Konrad, ohne die CSU und seinen ganz persönlichen Einsatz wäre das Bad bereits geschlossen. „Das grenzt an Selbstüberschätzung“, erklärte Galgenmüller. Und es sei „ein Schlag ins Gesicht“ all derer, die sich für das Bad stark gemacht hätten. (Lesen Sie dazu auch: Gästen macht das Gartenhallenbad in Leipheim Spaß)

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„Mit Fug und Recht“ könne die UWG sagen, dass es ohne sie bei der Kinderbetreuung keine praktikable „Zwischenlösung“ in Form von Containern gegeben hätte. Der Bau einer neuen Kindertagesstätte am Grasigen Weg müsse im kommenden Stadtrat ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

Verkehr und Wohnraum sind wichtige Themen

In Person von Stadtrat Ralf Leibing wirke die UWG auch im Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet auf dem früheren Fliegerhorst mit. Mehr als 1000 Arbeitsplätze seien dort geschaffen worden. „Das bringt aber auch mehr Verkehr.“ Dieses Thema müsse den künftigen Stadtrat ebenfalls beschäftigen. (Lesen Sie dazu auch: In Leipheim heißt es jetzt: Fuß vom Gas!)Ähnlich wie die Schaffung von neuem Wohnraum. Zur Schonung wertvoller Flächen, aber nicht immer in neuen Baugebieten. Vielmehr müssten auch „die nicht unerheblichen Baulücken“ durch eine innerörtliche Nachverdichtung geschlossen werden.

Anfang des Jahres habe die UWG eine Bürgerbefragung durchgeführt, erklärte der Vorsitzende Klaus Schurr (Lesen Sie dazu:Verkehr, Flutpolder, Einzelhandel). Es liege nun an der UWG, diese Wunschliste umzusetzen: Bau einer neuen Kindertagesstätte, Hochwasserschutz ohne riesige Flutpolder, sichere Schulwege, bessere Förderung der Vereine, sparsame Haushaltspolitik angesichts hoher Schulden der Stadt, ökologische Ausrichtung der Stadtpolitik sowie Sachdiskussion statt Fraktionszwang. Es könne nicht länger angehen, dass die CSU den Stadtrat dominiere. Es bedürfe einer starken parteiunabhängigen Kraft wie der UWG, die nur den Interessen der Bürger verpflichtet sei.

UWG will einen frischen Wind im Leipheimer Stadtrat

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund habe die UWG keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominiert. Galgenmüller: „Damit Christian Konrad nicht auf der CSU-Liste kandidieren kann.“ Drei der vier momentanen Stadträte belegen die drei letzten Plätze der UWG-Liste. „Nicht, weil wir keine Lust mehr hätten“, versicherte der Fraktionsvorsitzende. Ziel sei vielmehr, auch jungen Kräften gute Plätze zu geben – und damit für neue Ideen und frischen Wind im Stadtrat zu sorgen.

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