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Kleinkötz

30.04.2019

Unterschriftenaktion: Kleinkötzer wollen Bauhof nicht im Ort

Heike Hirsch, Petra Pröbstle und Edgar Geiger (von links) haben 450 Unterschriften von Bürgern aus Kleinkötz gegen den Standort des Bauhofs hinter den Feuerwehrhaus in Kleinkötz gesammelt. Am Montag übergaben sie die Liste an Bürgermeister Ernst Walter (rechts) und Dritten Bürgermeister Valentin Christel.
Bild: Peter Wieser

450 Unterschriften sind gegen den Standort hinter dem Feuerwehrhaus gesammelt worden. Was sagt nun die Verwaltung dazu?

Die Gemeinde Kötz plant hinter dem Feuerwehrhaus neben dem Friedhof im Ortsteil Kleinkötz den Neubau des Bauhofs, nachdem für den bisherigen Standort zum Ende des Jahres der Pachtvertrag gekündigt worden ist.

Heike Hirsch, Petra Pröbstle und Edgar Geiger haben sich in einem Aufruf an die Bürger von Kleinkötz gewandt und Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Das Grundstück, auf dem sich auch der Spielplatz befindet, werde als Übungsgelände für die Feuerwehr sowie als Bolzplatz für Jugendliche genutzt und diene als Festplatz für die Vereine, heißt es darin.

Organisatoren: Nur wenige haben nicht unterschrieben

Weiter wird auf Beeinträchtigungen bei dem sich daneben befindlichen Friedhof hingewiesen. „Es ist die einzige noch vorhandene gemeindliche Grünfläche in Kleinkötz“, sieht es Pröbstle. „Ein Bauhof gehört in ein Industriegebiet und nicht mitten in den Ort“, fügt Geiger hinzu. Man habe verschiedene Gemeinderäte darauf angesprochen. Das Hauptargument für diesen Standort sei gewesen, dass die Gemeinde über keine anderen Flächen verfüge.

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Auch habe man sich über die Planungen nicht ausreichend informiert gefühlt. „Es wäre schön gewesen, wenn es in Kleinkötz eine Veranstaltung gegeben hätte, bei der die Planungen hätten vorgestellt werden können“, so Hirsch. Dass den Kleinkötzern der Standort ebenfalls nicht gefällt, hat nun die Unterschriftsaktion gezeigt. Der Aufruf war an 390 Haushalte in Kleinkötz gegangen, 450 Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift dagegen ausgesprochen. Nur einige wenige hätten nicht unterschrieben.

Vielleicht tut sich noch eine Alternative auf

Bürgermeister Ernst Walter verwies am Montag bei der Übergabe der Unterschriftenliste im Kötzer Rathaus auf einen Gemeinderatsbeschluss vor etwa zwei Jahren: dem Errichten eines Neubaus, um Sicherheit zu haben und um zu vermeiden, dass ein weiteres Mal der Vertrag gekündigt werden könne. In der übernächsten Sitzung des Gemeinderats werde dieses Thema noch einmal öffentlich behandelt werden. „Wäre der Widerstand schon früher gekommen, hätte man anders reagieren können“, so Dritter Bürgermeister Valentin Christel.

Vor kurzem habe man in nichtöffentlicher Sitzung die erforderliche Änderung des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans auf Eis gelegt, erklärte Bürgermeister Walter. Unter Umständen könnte es tatsächlich mit einem anderen Grundstück noch eine Alternative geben, derzeit könne man jedoch noch nichts Näheres sagen.

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