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Interview

06.05.2020

VfL Günzburg: Armin Spengler und die Absage an den Söldnerverein

Überschäumende Freude: Armin Spengler, Handball-Abteilungsleiter des VfL Günzburg, herzt nach dem knappen Bayernliga-Heimsieg gegen Regenburg den Torwart Dennis Mendle, der in jener Partie einen Treffer erzielte.
Bild: Ernst Mayer

Was der Handball-Abteilungsleiter des VfL Günzburg über die Bausteine des Erfolgs und seine Zukunft als Spartenchef sagt

Die Günzburger Handballer haben ihre erfolgreichste Saison seit dem Bundesliga-Rückzug 1993 mit dem Aufstieg gekrönt. Sie haben die Mannschaft seit der Zeit in der Bezirksoberliga als Abteilungsleiter begleitet. Welches Erfolgsrezept ermöglichte den kontinuierlichen Aufschwung aus der sechsten in die dritte Liga, Herr Spengler?

Einer der wichtigsten Bausteine für diesen Aufstieg des VfL Günzburg war die konsequente und erfolgreiche Jugendarbeit. Nachdem wir mit den Männern jahrelang in der Bezirksoberliga gespielt hatten, war die Initialzündung für den jetzigen Erfolg das erste Jahr in der Jugend-Bundesliga unter Trainer Stephan Hofmeister. Anschließend wurde sich in Drei-Jahres-Plänen Stück für Stück nach oben gearbeitet. Hofmeister hat seinen Job sechs Jahre lang gut gemacht und uns auch Gábor Czakó als seinen Nachfolger wärmstens empfohlen. Der ist den Weg mit uns weiter gegangen – durch seine neuen Impulse und die neue Spielweise erfolgreich in die dritte Bundesliga.

Zugeflogen ist der Mannschaft der Erfolg keineswegs.

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Wir hatten eigentlich von Anfang an einen zu dünnen Kader und dann hat uns das Verletzungspech auch noch richtig erwischt. Aber vielleicht hat das alles dazugehört.

VfL Günzburg will kein Söldnerverein werden

„Der Günzburger Weg“ – ein bayernweit fast einzigartiges Projekt – setzt auf eine bestmögliche Ausbildung in der Jugend und einen Männerbereich, in dem die Spieler aus Überzeugung und nicht wegen des Geldes beim VfL spielen. Ist es realistisch, dass dieser Weg auch an der Grenze zum professionellen Handball konsequent weitergegangen wird?

Die Vergangenheit hat bewiesen, dass der Weg gut und erfolgreich ist. Über viele Jahre ist es aber fast ein Ding der Unmöglichkeit, diesen Weg in der Region zu gehen. Spätestens jetzt müssen wir uns auch überlegen, unser junges Team von auswärts mit ein, zwei Spielern zu verstärken. Allerdings wird der VfL kein Söldnerverein. Das können und wollen wir nicht werden.

Klassenerhalt ist das Ziel des VfL Günzburg

Ist der Klassenerhalt mit diesem Team ein realistisches Ziel?

Das muss das Ziel sein, egal wie schwer das mit einem geringen Budget ist. Vor allem freuen wir uns auf die Derbys in der Nachbarschaft und wir wollen natürlich schon schauen, was nach oben geht.

Der Aufstieg fällt in Ihr letztes Jahr als Abteilungsleiter. Ist das ein Grund für Sie, doch noch ein paar Jahre dranzuhängen?

Diese Frage ist durch die aktuelle Situation aufgeschoben, da wir keine Abteilungsversammlung abhalten können. Noch eine Periode als erster Abteilungsleiter werde ich nicht mehr machen, aber ich werde weiterhin aktiv für den VfL einstehen. In welcher Position, werden wir sehen. (zg)

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