Landkreis Günzburg

13.05.2014

Vorsicht, bissig

Derzeit sehr aktiv: die Zecken. Was bei einem Stich zu beachten ist, erklärt Dr. Roland Schmid vom Gesundheitsamt.
Bild: Stephan Jansen, dpa

Frühsommer ist Zeckenzeit. Doch wie kann man sich gegen die gefährlichen Zeckenbisse schützen?

Sie lauern am Waldrand, in hohen Gräsern, auf Büschen, Brennnesseln, Farnen, Beerensträuchern und Haselnusssträuchern: Die Rede ist von Zecken. „Man sollte Bisse wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Roland Schmid, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes in Günzburg. „Zecken können zwei ernsthafte Krankheiten übertragen und gerade deswegen sollte man nach jedem Biss einen Arzt aufsuchen“, empfiehlt Schmid. Er rät außerdem zur Impfung – auch wenn die Region kein Hochrisikogebiet ist. Davon wird gesprochen, wenn in einem Gebiet mehr als eine Person von einer Zecke mit der Frühsommermeningitis (FSME) infiziert wurde.

Die einzige Möglichkeit, sich vor einer Hirnhautentzündung zu schützen, ist laut Schmid eine Impfung. Wichtig sei, sich impfen zu lassen, wenn man noch nicht krank ist. Die schützende Impfung werde bayernweit empfohlen, sie hält drei Jahre lang und muss deswegen regelmäßig aufgefrischt werden, erklärt Schmid. Gegen die bakterielle Infektion, die Borreliose, gebe es keinen Impfstoff – dafür aber eine Behandlung mit Antibiotikum.

Besonders im Frühsommer sei das Risiko, gestochen zu werden, am höchsten. „Wenn man eine Zecke am Körper entdeckt, sollte man sie sofort entfernen. Wer den Kopf der Zecke nicht aus der Haut ziehen kann, sollte ihn vom Arzt entfernen lassen“, rät Schmid. Außerdem sei es wichtig, den Zeckenbiss zu beobachten. Eine Borreliose erkennt man an der sogenannten Wanderröte – das ist ein roter Ring, der sich auf der Haut rund um den Biss bildet. „Spätestens, wenn man eine Wanderröte feststellt, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Man spürt zunächst zwar keine Schmerzen, aber die Borreliose ist nur mit Antibiotikum zu bekämpfen“, erklärt Schmid. Besonders gern beiße die Zecke in den Kopf, die Ohren, den Hals, die Armbeugen und die Kniekehlen.

Doch was kann man tun, damit es gar nicht so weit kommt? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich zu schützen. Chemischen Schutz bieten Produkte aus der Apotheke. Sie können zwar helfen, riechen allerdings unangenehm. Der mechanische Schutz sollte zum Standardprogramm gehören. Das heißt: Nicht mit kurzer Kleidung spazieren gehen und sich anschließend sorgfältig nach Zecken absuchen.

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