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Luftpistole-Bundesliga

06.10.2019

Waldkirch ist zum Saisonstart gleich gut drauf

Starteten gut aufgelegt in die Bundesliga-Saison: Trainerin Elfriede Weigelt und Alexander Kindig, der an Position eins beide Duelle gewann.
Bild: Bernhard Weizenegger

Zum Bundesliga-Auftakt schlägt das Luftpistole-Team den amtierenden Meister knapp. Das zweite Duell endet dann ganz deutlich. Wer die Matchwinner sind.

Was für eine Kampfansage an die Konkurrenz: Ohne internationalen Schützen am Stand hat der SV Waldkirch einen blitzsauberen und nur in den kühnsten Träumen so erwarteten Start in die Luftpistole-Bundesliga hingelegt. In Kelheim schlugen die Holzwinkler zunächst den amtierenden deutschen Meister SGi Ludwigsburg 3:2. Im zweiten Duell gab’s gar ein glasklares 5:0 gegen den SV Altheim Waldhausen. „Das ist schon eine Nummer!“, entfuhr dem jubelnden Waldkircher Manager Peter Weigelt.

Taktik umgestellt

Überraschend treffsicher präsentierte sich in beiden Duellen Sebastian Kugelmann. Auf Position vier bezwang der Waldkircher Co-Trainer die Ludwigsburgerin Julia Hochmuth 376:374 und die Altheimerin Martina Sagasser 378:367. Es waren zwei Einzel-Resultate, die Weigelt als „saustark“ bezeichnete. Das Duell mit Hochmuth sollte sich im Nachhinein gar als entscheidend erweisen. Den Ausschlag in einem auf Augenhöhe geführten Duell gab, dass Kugelmann seine Taktik umgestellt hat und nun in einem schnelleren Rhythmus schießt als zuvor. Er lag somit immer mit sechs bis acht Treffern in Front, was sich psychologisch als positiv erwies. Hochmuth fand sich in der Rolle der Jägerin wieder und scheiterte knapp an der Aufgabe.

Zum zweiten Matchwinner im Kräftemessen mit dem Meister wurde Michael Holderried. An Position drei eingesetzt, bekam es der Stammschütze der Waldkircher Bayernliga-Mannschaft mit dem Schnellfeuer-Spezialisten Aaron Sauter zu tun. Beide Schützen boten den Zuschauern in Kelheim ein enges Match. Holderried ließ nie locker, zeigte Nervenstärke und Routine und nahm seinem Kontrahenten einen Ring ab (374:373).

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Während ein langjähriger Kenner der Szene die beiden Erfolge von Holderried und Kegelmann bereits als „Mega-Points“ bezeichnete, holte Waldkirchs Nummer eins Alexander Kindig den dritten Zähler gegen Asgeir Sigurgeirsson. Der Isländer fand nicht wirklich in den Wettkampf, Kindig dagegen zog einmal mehr seine perfekte Technik konstant durch und gewann mit zehn Ringen Differenz (379:369).

Neuzugang Lea Kleesattel überzeugt

Matthias Holderried unterlag nach einem schönen Wettkampf Kevin Venta 379:383. Waldkirchs Neuzugang Lea Kleesattel überzeugte an Position fünf. Dennoch verlor sie gegen den entscheidenden Schützen beim Ludwigsburger Titelgewinn, René Potteck, 373:375.

In ihr Duell am Sonntag starteten die Waldkircher nach den einen Tag zuvor gezeigten Leistungen favorisiert. Erneut zeigten alle fünf Schützen des schwäbischen Dorfvereins starke Einzelleistungen, das Mannschaftsergebnis lag mit 1885 Ringen sogar noch ein wenig oberhalb der am Samstag erreichten Marke. Groß war die Freude vor allem bei Lea Kleesattel, die auch in ihrem zweiten Wettkampf jenseits der 370er-Marke landete, diesmal jedoch Günther Schwarz beim 374:365 keine Chance ließ.

Alexander Kindig schießt eine 387

Eine auch im internationalen Vergleich bemerkenswerte 387 gelang Alexander Kindig im Duell mit dem Schweizer Andreas Riedener, dessen 380 Ringe nicht den Erwartungen an einen Schützen an Position eins genügten. Zweitbester Waldkircher in diesem einseitigen Wettkampf war Sebastian Kugelmann, dicht gefolgt von Matthias Holderried (377). (ica, zg)

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