Newsticker
Bericht: Merkel lässt sich am Freitag mit AstraZeneca impfen
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Was Birkenried zu bieten hat

Ausflug

07.04.2021

Was Birkenried zu bieten hat

Geröllmassen, die sein Dorf zerstörten, verwandelte der afrikanische Künstler Edgar Saonda (Simbabwe) in Tierskulpturen.
Foto: Eber/Netzwerk

Spaziergang in der Natur und afrikanische Kunst als Ausgleich zum Corona-Frust

„Leider ist unser Beitrag zur Kultur in der Region immer noch eingefroren, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Wobei bei dem derzeitigen Maßnahmenchaos die Erwartungen auf einen vorsichtigen Start des Konzertbetriebs noch sehr verhalten sind.“ So lautet die Einschätzung von Bernhard Eber, Macher des Kulturgewächshauses Birkenried, das zwischen Günzburg und Gundelfingen liegt.

Für die großen Veranstaltungen wie das Opening am 1. Mai, das Afrika-Festival, das Motorrad- und Oldtimerfest und aller Voraussicht nach auch das Bluegrass-Festival laufen derzeit keine Planungen. „Dabei denken wir mit Schmerzen an die vielen Künstler und Marktaussteller, die auf dem Trockenen sitzen“, so Eber. Dennoch bietet er Ersatz, damit Birkenried im Frühling einen Besuch wert ist. „Wir haben die wunderbare Natur, unseren Skulpturenpark und das nahe gelegene Vogelschutzgebiet zu bieten, das nur wenige hundert Meter vom Kulturgewächshaus entfernt beginnt. Wir arbeiten intensiv an unserem Gelände und sind stolz auf das Blütenmeer, das an vielen Stellen unseres Parks auf Besucher wartet, die Erholung von ihren vier Wänden, dem Homeoffice und dem Corona-Frust suchen. Vergangenes Jahr haben wir Hunderte Frühlingsblumen, Tulpen, Narzissen und Primeln, teilweise im Gebüsch und am Waldrand, gepflanzt, die einem beim Spazierengehen entgegenstrahlen. Ganz aktuell ist jetzt auch Bärlauchzeit und unser Wald ist so voll mit jungen frischen Pflanzen, dass man sie fast mit der Sense ernten könnte. Unsere Gäste können kostenlos so viel mitnehmen wie sie wollen. Rezepte für leckere Bärlauchgerichte liefern wir dann gerne dazu.“ Geöffnet ist von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Auf einen traurigen Jahrestag weist Bernhard Eber ebenfalls hin. Zwischen dem 13. und 17. März 2019 wüteten im Dreiländereck Simbabwe, Mosambik und Malawi ein Wirbelsturm und Unwetter mit unglaublicher Zerstörungskraft mit Tausenden von Toten und geschätzt 100.000 Obdachlosen. Manche Dörfer sind durch den Zyklon Idai einfach weggeschwemmt worden. Der Künstler Edgar Saonda aus Chimanimani (Simbabwe) verarbeitet Steine der Geröllmassen, die sein Dorf zerstört haben zu Tierskulpturen. Diese können in Birkenried erworben werden. Mit dem Verkauf wird der Wiederaufbau unterstützt. (zg)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren