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Abschied

04.06.2020

Was die Günzburger ihrem Pfarrer Martin mit auf den Weg geben

Geht ins Dillinger Land: Pfarrer Friedrich Martin.
Bild: Foto Denk

Nach fünf Jahren verlässt der evangelische Geistliche Günzburg. Seinen Neustart wagt er ganz in der Nähe.

Die Evangelische Kirchengemeinde Günzburg hat am Pfingstmontag ihren Pfarrer Friedrich Martin verabschiedet. Fünf Jahre hat er als Pfarrer und Seelsorger gewirkt und geht nun aus persönlichen Gründen ins Dillinger Land auf zwei halbe Stellen in Dillingen und Haunsheim.

Unvollständigkeit gehört zum Leben

In seiner Abschiedspredigt sprach Martin zunächst davon, was nicht fertig geworden ist und damit fragmentarisch bleibt. Doch diese Unvollständigkeit gehöre mit zum Leben. Und Gottes Heiliger Geist werde von neuem Menschen dafür begeistern, Angefangenes fortzuführen und es zu einem neuem Ganzen werden zu lassen, wie er es selbst an den Schwerpunkten seiner Arbeit gesehen habe: an der Seelsorge, der Begleitung der Kindertagesstätten, der Verwaltung und vor allem in der Ökumene. Dekan Jürgen Pommer dankte Friedrich Martin, nahm die Entpflichtung von seinen Aufgaben vor und gab ihm Gottes Segen mit für seinen weiteren Weg.

Landrat Hans Reichhart wies darauf hin, wie sehr uns allen in den letzten Monaten die Gemeinschaft fehlte, die wir sonst pflegen. Er bemerkte, dass Pfarrer Martin gerade auch in schwierigen Zeiten zu den Menschen stand. Günzburgs Dritter Bürgermeister Anton Gollmitzer konstatierte: „Sein Wirken hat Spuren hinterlassen.“ Dabei seien Martin die theologische Qualität seiner Predigten so wichtig wie die Begegnungen in der Gemeinde gewesen. Gollmitzer sprach von einem Glück für die Ökumene, dass Pfarrer Martin und Stadtpfarrer Christoph Wasserrab zusammen anfingen und mit den Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen den Ökumenischen Kirchentag (2017) und die Ökumenische Nacht der Kirchen (2019) auf den Weg brachten. Er wünschte dem evangelischen Geistlichen ebenso das Glück für seine Stellen im Landkreis Dillingen.

Kirchenvorstand: Pfarrer Martin "wie ein Dirigent"

Michael Herold sprach für den Kirchenvorstand und hob hervor, dass Pfarrer Martin wie ein Dirigent die verschiedenen Stimmen in der Gemeinde zum Klingen gebracht habe und dass er auch gehört hätte, wo Stimmen fehlen.

Zum Schluss dankte Friedrich Martin seinen Kollegen, allen voran Pfarrer Alexander Bauer, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit und den Gemeindegliedern aus Günzburg für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht worden sei. Er wünschte ihnen Gottes Segen und Gesundheit. All das geschah mit dem nötigen Abstand und entsprechend dem Schutzkonzept, dem sich die Kirchen verpflichtet wissen.

Stelle wird ausgeschrieben

Wie es personell weitergehen wird, ist noch nicht geklärt. „Die Stelle wird ausgeschrieben und dann heißt es: Abwarten, wer sich darauf bewirbt“, reagierte Vikarin Miriam Pieczyk auf GZ-Anfrage. (zg)

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