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Sondersitzung

25.09.2019

Wasser wird für die Zukunft gesichert

Der Hochbehälter in Röfingen: Für den Zweckverband zur Wasserversorgung für Röfingen und Haldenwang standen am Montag zwei Sitzungen hintereinander an: Die erste zusammen mit dem Haldenwanger und dem Landensberger Gemeinderat, im Anschluss die eigene, in der es um den Haushalt ging.
Bild: Peter Wieser

Die Gemeinden Haldenwang und Landensberg und der Zweckverband zur Wasserversorgung wollen gemeinsam einen neuen Brunnenstandort erkunden

Der Sitzungssaal im Haldenwanger Rathaus wäre am Montag zu klein gewesen. Aus diesem Grund fand die gemeinsame Sondersitzung des Haldenwanger und Landensberger Gemeinderats sowie des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Gemeinden Röfingen und Haldenwang an diesem Abend im Bürgersaal statt. Ziel der drei Gemeinden ist, mit der Suche nach einem gemeinsamen neuen Brunnenstandort eine langfristige Wasserversorgung zu sichern, zumal kein flächendeckender Notverbund besteht.

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In Landensberg bedarf die Anlagentechnik einer Erneuerung, zudem besteht bei einem der beiden Brunnen das Problem mit erhöhten Nitratwerten. In der Gemeinde Haldenwang verhält es sich etwas komplizierter: Der Ortsteil Konzenberg bezieht sein Trinkwasser von der Glött-Gruppe, der Ortsteil Haldenwang gehört dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Gemeinden Röfingen und Haldenwang an. Allerdings muss die Gemeinde aufgrund des auslaufenden Wasserrechts für Brunnen II sowie dem Brunnenzustand für die Wasserversorgung der Ortsteile Hafenhofen und Eichenhofen nach einer Alternative suchen.

Beim Zweckverband zur Wasserversorgung der Gemeinden Röfingen und Haldenwang, von dem auch Roßhaupten sein Wasser bezieht, gibt es derzeit zwar kein akutes Brunnenproblem. Dort besteht bereits auch ein Notverbund zur Glött-Gruppe. Eine Wasserbedarfsprognose allerdings hatte ergeben, dass ein Spitzenbedarf, auch aufgrund neu entstehender Wohngebiete, langfristig nicht mehr gesichert sein könnte. Zudem ist die Anlagentechnik veraltet, einer der Brunnen hat inzwischen die durchschnittliche Lebensdauer bereits überschritten. In einer gemeinsamen Sitzung im Juli hatten sich die drei Beteiligten für eine gemeinsame Brunnenerkundung im Bereich des Freyberger Waldes ausgesprochen. Am Montag galt es, über die kommunale Zusammenarbeit eine Zweckvereinbarung zu beschließen. Jedoch nicht, wie es im Anschluss weiter gehe, wie VG-Geschäftsstellenleiter Frank Rupprecht ausdrücklich betonte.

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Die Zweckvereinbarung beinhalte die Zusammenarbeit der drei Beteiligten bei der Erkundung eines oder mehrerer Brunnenstandorte zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung sowie das Beauftragen zweier Ingenieurbüros hinsichtlich der Geologie wie auch von Anlagentechnik und Netz. Die für die Aufgabenerfüllung anfallenden Kosten werden zu je einem Drittel auf die Beteiligten umgelegt. Würde jeder für sich und nach einer eigenen Lösung suchen, wären die Kosten wesentlich höher. Dieter Reithenauer und Tobias Helferich (beide Haldenwang) sahen bei der Zweckvereinbarung noch einige Fragen offen, unter anderem hinsichtlich der Ortsteile Hafenhofen und Eichenhofen.

Würde sich die Gemeinde Haldenwang jedoch nicht beteiligen, müssten die Kosten für eine künftige Alternative damit auch separat und zu hundert Prozent getragen werden. Die Aufgaben und Befugnisse für die Brunnenstandorterkundung ist dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Gemeinden Röfingen und Haldenwang mit seinem Vorsitzendem und Röfingens Bürgermeister Hans Brendle übertragen. Sofern ein weiterer Wasserversorger beitritt, ist dieser verpflichtet, sich an den bisher aufgelaufenen und hinzukommenden Kosten zu beteiligen.

Die Zweckvereinbarung tritt zum 1. Oktober in Kraft. Man hoffe, dass man Wasser in ausreichender Menge finde und so die Wasserversorgung, eine der wichtigsten Aufgaben der Kommunen, langfristig sichere, so Rupprecht.

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