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13.05.2015

Wasserkosten bewegen die Bürger

„Da es hier um individuelle Bedürfnisse geht, müssen wir so sauber wie möglich arbeiten“Bürgermeister Karl Oberschmid

Versammlung in Winterbach

Trotz des hervorragenden Biergartenwetters, wie Bürgermeister Karl Oberschmid es ausdrückte, hat die Bürgerversammlung in Winterbach viele Bürger angezogen. Dabei ging es unter anderem um den Anschluss der Wasserversorgung Rechbergreuthen an die Glöttgruppe. Dadurch kommen große Kosten auf die Gemeinde zu, die letztlich auf die Bürger Rechbergreuthens umgelegt werden müssen. Dazu sei es nötig, exakte Flächenaufmaße jedes Grundstücks zu ermitteln, um die Kosten anteilig zu verteilen, erklärte Oberschmid.

Dazu kam prompt die Frage eines Bürgers: „Was hat mein Hennenstall ohne jeglichen Wasseranschluss mit dem Flächenaufmaß zu tun?“ Frank Rupprecht, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang: „Natürlich wird am Ende entschieden, welche Flächen sinnvollerweise hinzugezählt werden und welche nicht.“ Um auf Nummer sicher zu gehen, solle zunächst das vollständige Maß aufgenommen werden. „Bei einer ,Billigaufnahme‘ gehen wir das Risiko ein, dass wir am Ende alles zwei Mal vermessen müssen, um uns vor einem Verwaltungsgericht zu verantworten.“

Auch Oberschmid bekräftigte die Entscheidung des Gemeinderats, ein Planungsbüro zu engagieren, das im Flächenaufmaß absolute Sicherheit garantiert. „Da es hier um individuelle Bedürfnisse geht, müssen wir so sauber wie möglich arbeiten.“ Er bekräftigte jedoch, dass in dieser Sache der Informationsfluss besonders wichtig sei, damit für die Bürger jeder Schritt nachvollziehbar ist.

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Ein weiteres Thema war die Radwegplanung von Winterbach über Rechbergreuthen nach Baiershofen. Hier war es Gemeinderatsmitglied Georg Weishaupt wichtig, nochmals deutlich zu machen, dass die Räte sich auch über alternative Wegführungen Gedanken gemacht haben: „Wir haben schon überlegt, den Radweg etwa über die Delkenmühle laufen zu lassen. Ausschlaggebend war jedoch für uns, was letztlich bezuschusst wird und was nicht.“

Auch ging es bei der Bürgerversammlung um diese Themen:

Ein integrales Hochwasserschutzkonzept soll angetrieben werden. Falls dies nicht möglich sei, werde auf den Gewässerausbau für ein hundertjähriges Hochwasser zurückgegriffen. Die Zuschüsse dafür seien aber weit geringer, sagte Oberschmid.

Termine mit dem Denkmalschutz, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landratsamt hätten im Januar stattgefunden. Oberschmid warte auf eine Antwort zu den Zuschüssen.

Die Gemeinde müsse sich zunehmend um ein attraktives Seniorenkonzept bemühen, das Jung und Alt mit ein bezieht und das Dorfleben bis ins hohe Alter möglich macht. „Die Alterspyramide trifft auch uns“, machte Oberschmid deutlich.

Mit rund 1000 Fahrten pro Jahr werde der Flexibus inzwischen sehr gut angenommen und sei ein wichtiges Mittel, um auch ohne Führerschein mobil zu sein. (krij)

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