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28.07.2010

Wenn Burgau im Geld schwimmen würde

Wann das Burgauer Freibad saniert wird, steht derzeit nicht fest. Denn auch Burgau ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Archiv-Foto: Weizenegger
Bild: Weizenegger

Burgau In den Wahlprogrammen aller Parteien und Gruppierungen war die Sanierung des Burgauer Freibades ein zentraler Punkt. Daran soll sich grundsätzlich auch nichts ändern, betonten Sprecher aller Fraktionen bei der Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend.

Allerdings: Wann genau das "Gsundbrunnenbad" modernisiert wird, steht derzeit nicht fest. Den Grund nannte Bürgermeister Konrad Barm: "Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise haben uns in den beiden vergangenen Jahren fünf Millionen Euro Gewerbesteuer gefehlt. Damit wäre die Sanierung schon finanziert."

Im Stadtrat ging es deshalb vorrangig um die Frage, ob jetzt schon die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Sanierung vergeben werden soll. Nach längerer Debatte entschied die Mehrheit mit 12:5 Stimmen, damit noch zu warten. Im Herbst sehe man bei den städtischen Finanzen hoffentlich klarer, erklärte Barm. Bei den Etatberatungen im Frühjahr könne die Planung immer noch vergeben werden. Diese zeitliche Verschiebung sei kein Problem.

Genau das aber fürchten zum Beispiel die Stadträte Karlheinz Mayländer ( FDP/Freie Bürger) und Manfred Kramer ( SPD). Derzeit lägen sowieso nur "Schätzkosten" vor, sagte Kramer. Werde nun die Planung angegangen, hätte man bei den Haushaltsberatungen konkretere Zahlen vorliegen. Der SPD-Stadtrat: "Mir gefallen die ganzen Verzögerungen nicht."

Wenn Burgau im Geld schwimmen würde

Die Sanierung dürfe natürlich nicht auf den "St. Nimmerleinstag" verschoben werden, machte der CSU-Fraktionsvorsitzende Martin Brenner deutlich. Doch auch er teilte die Bedenken von Herbert Blaschke (FDP/Freie Bürger), Ralf Stambusch (CWG) und Gertrud Baumeister (Freie Wähler). Sie hatten erklärt, angesichts der unsicheren Haushaltslage und der ohnehin schon geplanten Verschuldung in Millionenhöhe - etwa wegen des Hochwasserschutzes - sei eine Planungsvergabe zum jetzigen Zeitpunkt ein unkalkulierbares Risiko.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurde ohnehin darüber beraten, ob und unter welchen Modalitäten man sich von dem bislang beauftragten Planer trennen kann, um die geschätzten Sanierungskosten reduzieren zu können.

Einig war man sich, dass das Freibad ein Edelstahlbecken bekommt. Ein Kombibecken gibt es nicht, dafür soll auch das Nichtschwimmerbecken vergrößert werden. In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister der "Interessengemeinschaft Freibad" für ihre gute Vor- und Zuarbeit.

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