Newsticker
Pfizer kann nicht so viel Impfstoff liefern wie zugesagt
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. „Winterschlaf“ für die Bäder und die Eishalle: Sie müssen wegen Corona schließen

Landkreis Günzburg

30.10.2020

„Winterschlaf“ für die Bäder und die Eishalle: Sie müssen wegen Corona schließen

Das Leipheimer Gartenhallenbad muss im November für den öffentlichen Besuch geschlossen bleiben - wie andere Einrichtungen auch.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Plus Wegen des erneuten Lockdowns ist auch kein Freizeit-Betrieb in diesen Einrichtungen im Kreis Günzburg mehr möglich. Was das für sie bedeutet.

Im Zuge des Corona-Lockdowns müssen auch Schwimmbäder bis Ende November schließen, ebenso etwa Eissporthallen. Was aber bedeutet das konkret?

  • Leipheim Der Geschäftsführer des Zweckverbands „Hallenbad Nord“, Matthias Kiermasz, erklärt, dass das Gartenhallenbad am Montag in einen technischen Stand-by-Modus versetzt wird. Alles vollständig herunterzufahren wäre zu teuer und „täte der Anlage nicht gut“. Damit wäre man in der Lage, Schulschwimmen zu ermöglichen, doch die Regelung, ob das erlaubt ist, stehe noch nicht im Gesetzblatt. Schulsport generell ist übrigens laut Landratsamt weiter erlaubt, und zwar ohne Maske, wenn der Abstand eingehalten wird, und sonst mit. Das Hygienekonzept habe jedenfalls funktioniert, die Gäste hätten sich gut daran gehalten. „Die Schließungsverfügung trifft unsere Gäste und das Team hart, einen Anlass dafür hat eine Gesundheitseinrichtung wie das Gartenhallenbad jedenfalls nicht geliefert.“ Die Einnahmeausfälle schätzt Kiermasz auf etwa 65000 Euro, für die Gastronomie werde im November keine Pacht verlangt. Dem stünden auf der Ausgabenseite eher geringe Einsparungen bei den Betriebskosten und beim Personal (Kurzarbeit) gegenüber. „Leider müssen wir nach Restarbeiten kommende Woche davon wieder Gebrauch machen.“
  • Ichenhausen Wegen technischer Probleme ist das Hallenbad seit Ende September zu, erklärt Gabriele Rau von der Verwaltung. Es habe einen Defekt an der Filteranlage gegeben. Der sei behoben und man könnte öffnen, doch das gehe jetzt eben nicht. Zuletzt seien auch keine Schulen mehr im Bad gewesen, wenngleich sie generell im Gegensatz zum öffentlichen Betrieb neben Vereinen die Hauptnutzer seien.
  • Krumbach Im Krumbad gibt es ein therapeutisches Becken, das wegen Corona schon seit dem ersten Lockdown für die Öffentlichkeit gesperrt sei, erklärt Geschäftsführer Peter Heinrich. Solange Kontaktbeschränkungen gelten, werde das auch so bleiben. Zwar dürfen medizinische Einrichtungen offen sein, aber er müsse erst noch prüfen, ob das auch auf das Krumbad zutreffe.
  • Thannhausen Das Hallenbad in Thannhausen ist bis einschließlich Samstag, 31. Oktober geöffnet. Ab Montag, 2. November schließt es aufgrund der von Bund und Ländern beschlossenen Kontaktbeschränkungen vorübergehend. Bürgermeister Alois Held sagt, dass das Hallenbad erst einmal auch für den Schulsport „in den Winterschlaf geht“. Wie hoch das Minus durch die Schließung wird, habe er noch nicht berechnen lassen. Letztlich sei das unerheblich, da es eh ein Zuschussbetrieb sei.
  • Burgau Hier gibt es zwar kein Hallenbad, aber die Eissporthalle, die ebenfalls nicht öffnen darf. Das gilt nach Auskunft von Wolfgang Buckel von der Stadtverwaltung sowohl für den öffentlichen Lauf als auch für Vermietungen und den Sportbetrieb. Soweit es der Schulsport aber zulasse, könne die Halle dafür genutzt werden. Wie hoch das Defizit durch die Schließung ist, lasse sich noch nicht genau sagen.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren