1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Wo Start-ups aus dem Landkreis Günzburg sich entwickeln können

Leipheim

24.05.2019

Wo Start-ups aus dem Landkreis Günzburg sich entwickeln können

Axel Egermann von der Regionalmarketing, Landrat Hubert Hafner und Bürgermeister Christian Konrad informieren über das Digitale Gründerzentrum, das nach Leipheim kommt.
Bild: Dagmar Derck/Regionalmarketing

Im kommenden Frühjahr startet das Digitale Gründerzentrum in Leipheim. Los geht die Arbeit der Einrichtung aber schon einige Monate vorher. Das ist geplant.

Es ist ein Problem, das viele Unternehmensgründer kennen: Eine gute Geschäftsidee ist zwar da, aber es fehlt an der nötigen Infrastruktur. Den Laptop im Wohnzimmer aufzubauen mag zwar übergangsweise eine kostengünstige Lösung sein, schwierig wird es aber schon, wenn Besprechungen anstehen. Noch schwieriger wird es, gerade für Unternehmen auf dem digitalen Markt, wenn der nötige Internetanschluss fehlt oder die Leitungen zu langsam sind – vor allem in unserem ländlichen Gebiet kann das zum Problem werden. Das Digitale Gründerzentrum soll hier Lösungen schaffen.

Büroräume, einen Besprechungsraum, Anschluss an das schnelle Internet: Das Digitale Gründerzentrum soll Start-up-Unternehmen eine Plattform bieten, um sich vernetzen und weiterentwickeln zu können. Im vergangenen Jahr fiel die Entscheidung, dass der Landkreis Günzburg ein Digitales Gründerzentrum erhält ( Der Landkreis bekommt ein digitales Gründerzentrum ).

Digitales Gründerzentrum ist eines von 14 in Bayern

Es ist eines von 14 in Bayern und eines von drei in Schwaben. Jetzt hat der Freistaat Bayern die dafür notwendigen Mittel in den Haushalt mit eingeplant. „Wir dürfen die Entwicklung im Bereich der Digitalisierung nicht verschlafen“, betont Landrat Hubert Hafner. Schließlich sei die Digitalisierung „das Zukunftsthema“.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Wie Axel Egermann von der Regionalmarketing Günzburg erklärt, wird das Digitale Gründerzentrum auf dem Areal Pro seinen Standort haben, in den Räumen der derzeitigen Handywerkstatt, die nach Günzburg kommt. „Der Standort ist sehr attraktiv, gerade für Gründer“, erklärt Egermann. Das Areal Pro liegt verkehrsgünstig. Außerdem bestehe auf dem Gelände des interkommunalen Gewerbegebiets und den zahlreichen Unternehmen, die sich dort angesiedelt haben, die beste Möglichkeit, sich mit der Wirtschaft zu vernetzen.

Schon im November geht es los, dann soll ein Netzwerkmanager seine Arbeit aufnehmen. Er soll erste Kontakte knüpfen und auf das Gründerzentrum aufmerksam machen. Im Frühjahr 2020 werden dann vermutlich auch die Räume fertig beziehbar sein und die ersten Mieter, also Gründer, können ihre Arbeit aufnehmen.

Platz ist auf dem Areal Pro in Leipiheim auf 500 bis 600 Quadratmetern

„Das Digitale Gründerzentrum steht allen Gründern mit digitalem Hintergrund offen“, erklärt Axel Egermann. Angesprochen sind Gründer aus dem gesamten Landkreis Günzburg und darüber hinaus. Voraussetzung ist allerdings, dass der innovative Gedanke vorhanden ist. Platz auf 500 bis 600 Quadratmetern ist für etwa 40 Gründer, doch Egermann schränkt gleich ein: „Das wird erst im Laufe der Zeit wachsen.“ Und während die einen ein ständiges Büro suchen, werden andere nur ab und an den Besprechungsraum anmieten.

Das Digitale Gründerzentrum bietet aber nicht nur die nötige Infrastruktur, auch das Thema Vernetzung steht im Mittelpunkt. Zusammengearbeitet soll mit dem geplanten Technologietransferzentrum, das nach Günzburg kommen soll, mit der heimischen Wirtschaft, aber auch mit der Hochschule in Neu-Ulm. „Wir haben hier im ländlichen Raum das Problem, das junge Menschen in den Großstädten studieren. Wir wollen diese Fachkräfte aber in der Region halten.“ Das Digitale Gründerzentrum sei eine gute Gelegenheit, innovative Gründer in die Region zu locken. Auch unter den bayerischen Gründerzentren wird es einen engen Austausch geben.

Auch etablierte Unternehmen im Landkreis Günzburg zeigen Interesse

Noch vor dem Start des Gründerzentrums ist das Interesse vonseiten der Wirtschaft bereits vorhanden. „Das Interesse ist groß. Vor allem die Unternehmen des Areal Pro zeigen Bereitschaft, sich zu vernetzen“, sagt Leipheims Bürgermeister Christian Konrad. Und Axel Egermann ergänzt: Auch die Wirtschaftsjunioren und Banken haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert. „Ich bin begeistert, wie gut die Idee angenommen wird.“

Für das Digitale Gründerzentrum stellt der Freistaat Bayern etwa 1,25 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Auch der Landkreis Günzburg und die Stadt Leipheim beteiligen sich mit 1,25 Millionen Euro beziehungsweise 250000 Euro. Die Laufzeit beträgt vorerst 15 Jahre.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren