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09.01.2019

Wo sich Handwerk und Ingenieurskunst ergänzen

Auf dem ersten Fahrzeug der 1898 gegründeten Firma auf dem Weg in die Zukunft: Geschäftsführer Max Braun (links) und Gottfried Braun.
Bild: Heinrich Lindenmayr

Wie Max Braun die Kundenbetreuung im Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär verbessert

Ein Blickfang im Foyer der Firma Braun in Thannhausen ist das alte Motorrad, bei dem es sich um das erste Fahrzeug handelt, das die 1898 gegründete Firma nutzte. Sein Vater sei damit bis nach München auf eine Baustelle gefahren, eine Dachrinne unter den Arm geklemmt, erzählt Gottfried Braun aus der Firmenhistorie. Über dem Motorrad ist ein Firmenschild aus den Pionierzeiten der Firma angebracht, auf dessen Alter allein schon die angezeigte Telefonnummer „511“ verweist. Dieser Teil im Eingangsbereich steht für das Traditionsbewusstsein der damaligen Spenglerfirma, zu dem ein gesunder Stolz auf vier Jahrzehnte erfolgreich ausgeübtes Handwerk zählt.

Als wichtigen Schritt, die Handwerkstradition in die Zukunft zu führen, nennt Geschäftsführer Max Braun die anstehende Integration der Firma Langhans aus Balzhausen. Diplomingenieur (FH) Anton Langhans übernimmt ab dem 1. Januar 2019 die Kundendienstleitung der Firma Braun. Das sei ein Gewinn für alle, erläutert Max Braun. Für die bisherigen Kunden von Langhans ändere sich nichts und die Firma Braun gewinne qualifizierte und erfahrende Mitarbeiter hinzu.

Auf einem ähnlichen Weg kam auch Markus Magg zur Firma Braun. Magg erwarb den Meisterbrief in den Bereichen Spenglerei, Sanitär und Heizungsbau. Ein so breites handwerkliches Know-how sei äußerst selten, meint Max Braun. Magg sei insofern auch ein Mann für die besonderen Kundenwünsche. Er habe des Öfteren schon Heizkörper selbst entworfen und aus Kupferrohr angefertigt, wenn es die räumlichen Verhältnisse im Bad des Kunden erforderten oder der Kunde etwas Außergewöhnliches und Schönes im Bad haben mochte.

Geradezu in Opposition zum alten Motorrad hängt im Foyer der Firma Braun ein Großbildschirm. Er repräsentiert die technologische Zukunft der Firma. Sein Bestreben sei es, seine Firma technologisch so weit zu entwickeln, dass andere Firmen nach Thannhausen kämen, um sich am neuesten Stand der Dinge zu orientieren. Jüngst war das bereits der Fall, als die Firma Braun in Kooperation mit der Firma „immersight“ eine Fortbildung für „shk-aktiv“, einen Arbeitskreis für Sanitär-Heizung-Klima-Firmen aus ganz Deutschland, durchführte. Die Fortbildung informierte über die erstaunlichen neuen Möglichkeiten bei der Beratung und Betreuung der Kunden. Es ist inzwischen möglich, dass der Kunde virtuell in seinem künftigen Bad herumgehen und sich ein Bild davon machen kann, wie es im Bad aussehen wird. Der Kunde kennt das neue Bad also schon vor Beginn der Renovierungsarbeiten. Die Beratung wird dadurch optimiert, der Weg zum Großhändler, um Material auszusuchen, erübrigt sich. Modernste Bilddokumentation durch eine 360-Grad-Kamera und 3-D-Effekte erlauben auch eine virtuelle Baustellendokumentation: Jeder Handwerker, der neu auf die Baustelle kommt, kennt den Stand der Dinge bereits und kann sofort anpacken.

Die Stärkung des Handwerks, die Nutzung modernster Technik und innovativer Möglichkeiten der Planung gehören für Max Braun zusammen, um auch in Zukunft im Bereich Sanitär, Heizung und Klima mehr als nur wettbewerbsfähig zu sein. Gerade bei der Planung komme es darauf an, von den Standardlösungen abweichen und ganz neue Wege gehen zu können, wenn es das angestrebte Ergebnis erfordere. Das kreative Potenzial der Planungsabteilung von Braun, bestehend aus den drei Ingenieuren Gottfried, Mario und Max Braun, habe sich inzwischen bei vielen Großobjekten in Mittelschwaben bewährt. Für zahlreiche öffentliche Bauten und für viele Firmengebäude hat das Thannhauser Ingenieurstrio Heizung, Klima und Lüftung im Hinblick auf ganz spezielle Belange des Projekts hin konzipiert.

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