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Mindestlohn

22.11.2017

Zu wenig Geld für die Arbeit

Gewerkschaft kritisiert Verstöße und lobt die Kontrollen

Auch im Landkreis Günzburg bekommen laut einer Pressemitteilung der NGG immer noch nicht alle Beschäftigten die Bezahlung, die ihnen per Gesetz zusteht. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Sie beruft sich hierbei auf Zahlen des Bundesfinanzministeriums.

Danach leitete das verantwortliche Hauptzollamt Augsburg in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt 84 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne ein. Im Hotel- und Gaststättengewerbe wurden die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit 15 Mal fündig.

Für Tim Lubecki von der NGG Schwaben steht fest: „Jeder Verstoß ist einer zu viel. Es kann nicht angehen, dass sich auch zwei Jahre nach seiner Einführung noch immer nicht alle Betriebe an den gesetzlichen Mindestlohn halten.“ Auch spezielle Branchenmindestlöhne, wie es sie etwa für die Leiharbeit gebe, würden zu häufig unterlaufen. Positiv wertet Lubecki dabei die Zunahme der Kontrollen. Im ersten Halbjahr prüften die Augsburger Zollbeamten laut Statistik 158 Hotels, Gaststätten und Restaurants – das sind 58 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die NGG wendet sich gegen Pläne, die Dokumentationspflichten beim Mindestlohn aufzuweichen. Nur wenn die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten genau erfassen, lasse sich Lohn-Prellerei verhindern, sagt Lubecki. (zg)

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