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Bahnhof Günzburg

17.01.2020

Zukunft des Fernbahnhofs Günzburg: Das sagt Bayerns Bahnchef

Ein ICE hält am Bahnhof Günzburg. Der Fernverkehrshalt ist nicht gefährdet.
Bild: Bernhard Weizenegger

Viele in der Stadt und der Region machen sich Sorgen um den Bahnhof. Der DB-Konzernbevollmächtigte äußert sich nun zum Fernverkehrshalt Günzburg.

Vor fünf Wochen hatten der Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein und der Landtagsabgeordnete Alfred Sauter (beide CSU) in einem Schreiben an Klaus-Dieter Josel ihre Sorge um die Zukunft des „Fernverkehrshalts Günzburg“ im Zuge einer aus- und neugebauten Bahnstrecke UlmAugsburg geäußert.

Jetzt hat sich der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern gemeldet. Er schreibt, dass kein Anlass zur Sorge besteht, „dass sich durch die Trassenplanungen für Günzburg Nachteile beim Fernverkehrsangebot ergeben könnten“.

Die Frequenz wird sogar erhöht

Der Fernverkehrshalt Günzburg sei fest verankert im Bundesverkehrswegeplan 2030 und damit auch im Projekt Ulm–Augsburg. „Es ist an keiner Stelle geplant oder auch nur angedacht, die Fernverkehrshalte einzuschränken“, fährt Josel fort. Der Bund sehe in seiner aktuellen Studie zu einem Deutschlandtakt im Fernverkehr statt der bisherigen zweistündlichen Haltefrequenzen je Richtung sogar einen stündlichen Halt in Günzburg vor.

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Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel bekräftigt, dass nicht angedacht ist, den Fernverkehrshalt Günzburg in irgendeiner Form einzuschränken.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der oberste Bahnmanager Bayerns weiter: „In den Planungen zum Projekt Ulm–Augsburg ist kein neuer Fernverkehrsbahnhof in oder um Günzburg herum vorgesehen. Der Fernverkehr soll, genauso wie heute, am vorhandenen Bahnhof Günzburg halten. Die heutige, zweigleisige Bestandsstrecke bleibt im vollen Umfang erhalten und steht insbesondere für eine Stärkung des Nahverkehrs zur Verfügung.“

Ulm-Augsburg in 27 Minuten

Als Projektziel für die Strecke Ulm–Augsburg habe der Bund eine Fahrzeit im Fernverkehr von 27 Minuten, ohne Zwischenhalt, definiert. „An diesem Projektziel müssen sich alle möglichen Trassenvarianten messen lassen.“

Was bereits der Projektmanager der Bahn für die Ausbaustrecke mitgeteilt hat, bekräftigt nun auch der Konzernbevollmächtigte für Bayern: „Wo die zukünftigen zusätzlichen Gleise für den schnellen Fern- und Güterverkehr liegen werden, kann heute noch nicht gesagt werden und wird das Ergebnis der weiteren Planungen sein. Dies bedeutet, dass im Rahmen eines nachhaltigen Planungsprozesses auch Trassen betrachtet werden müssen, die nicht durch den Bahnhof Günzburg führen, sondern möglicherweise nördlich oder südlich des Stadtgebietes Günzburg liegen werden. Dann könnten die Züge mit Fernverkehrshalt in Günzburg, wie in vielen anderen Fällen im deutschen Schienennetz auch, zwischen Ulm und Augsburg über Verknüpfungen von eventuellen Neubauabschnitten auf die bestehenden Gleise wechseln.“ (zg)

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Fernhalt Günzburg: Klare Worte von der Bahn gefordert

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