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Günzburg
06.01.2022

Kartei der Not gibt über 34.000 Euro in den Altlandkreis Günzburg

Auf ihre treuen Spenderinnen und Spender im Landkreis Günzburg kann sich die Kartei der Not verlassen - und dann selbst Gutes bewirken.
Foto: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Die Kartei der Not hat im Jahr 2021 auch im Landkreis Günzburg viel bewirkt. Warum alle Spenden an das Hilfswerk zu 100 Prozent ankommen.

Seit 1965 hilft die Kartei der Not unverschuldet in Not geratenen Menschen in der Region. Unverschuldet in Not, das kann schnell passieren und jeden treffen. Krankheit, Unfall oder der Verlust der Arbeit sind einige Beispiele dafür. Die Kartei der Not steht als Hilfswerk der Mediengruppe, in der auch die Günzburger Zeitung erscheint, den Menschen in der Region in ausweglosen Situationen zur Seite und leistet Hilfe - rasch, unbürokratisch und nachhaltig. Denn durch die Zusammenarbeit mit sozialen Beratungsstellen vor Ort ist gewährleistet, dass die Unterstützung auch tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt und für den benötigten Zweck verwendet wird. Dabei kommt jede Spende zu 100 Prozent den Betroffenen zugute, weil alle Verwaltungskosten von der Mediengruppe Pressedruck getragen werden.

Corona-Notfallhilfen der Kartei der Not sind verlängert worden

Die Corona-Pandemie hatte auch im vergangenen Jahr wieder große Auswirkungen auf bedürftige Menschen, und damit die Arbeit vieler sozialer Organisationen. Deswegen hat das Hilfswerk dieser Zeitung das Angebot der sogenannten Corona-Notfallhilfen verlängert. Die Kartei der Not konnte auf diese Weise 233 Beratungsstellen im gesamten Regierungsbezirk Schwaben und im angrenzenden Oberbayern mit einer Art Handgeld für schnelle unbürokratische Hilfen unterstützen. Diese kommen besonders dann zum Tragen, wenn den Bedürftigen das Geld für das Nötigste zum Überleben im Alltag fehlt, wie Lebensmittel, Windeln für die Kinder, Unterwäsche oder Hygieneartikel. So konnten alleine damit in rund 4500 Fällen akute schnelle Hilfen gegeben werden.

Corona hat solche Situationen noch schneller hervorgerufen, denn durch Kurzarbeit, den verlorenen Job, Krankheit oder psychische Beeinträchtigung hat sich das Leben vieler Menschen schlagartig verändert. Diese unverschuldeten Notlagen stellt nach wie vor viele Bedürftige vor große Herausforderungen.

Kreative und tolle Spendenaktionen im Kreis Günzburg im Jahr 2021

Beim Spendenaufkommen war auch im vergangenen Jahr wieder der Ausfall zahlreicher Benefizaktionen, die von Besuchern und Teilnehmern leben, spürbar. Ganz viele Turniere, Konzerte, Märkte und Aufführungen zugunsten der Kartei der Not mussten zwar abgesagt werden. Dennoch wurden kreative und tolle Spendenaktionen schnellstmöglich entwickelt, sobald es die Corona-Entwicklungen zuließen.

Im Verbreitungsgebiet der Günzburger Zeitung konnten im Jahr 2021 bis kurz vor Weihnachten 59 Hilfeanfragen unterstützt werden. Insgesamt half die Kartei der Not dort mit über 34.500 Euro. 485 Spenden haben dazu beigetragen. Die höchste Spende kam anlässlich des 60. Geburtstags von Ruth und Ferdinand Munk.

Die Hilfeanfragen kamen in zwölf Fällen aus Familien mit gesamt 16 betroffenen Kindern. In 24 Fällen war eine chronische Krankheit und/oder eine Behinderung zu bewältigen.

Ein Besuch im Zoo wurde von der Kartei der Not ermöglicht

In zwei Fällen ging eine Beihilfe an von Behinderung betroffene Familien, um zu Beispiel gemeinsam einen Ausflug oder Zoobesuch unternehmen zu können. Auch die Kosten der Gesundheit und der Hilfsmittel wurden bei fünf Anträgen unterstützt.

Der meiste Unterstützungsbedarf drehte sich auch im vergangenen Jahr wieder um das Wohnen. So half die Stiftung 28-mal bei den Energie- und Nebenkosten sowie Mietzahlungen, um zu verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren oder ohne Strom und Heizung sind. Oft war auch die Hilfe beim Umzug in eine günstigere Wohnung oder Einrichtung wie eine Kochmöglichkeit, ein Kühlschrank, Herd oder ein Bett mit Matratze nötig. In zwei Fällen unterstützte die Kartei der Not akut den Lebensunterhalt, also Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel, Babybedarf und ähnliche Güter.

Wegen der Corona-Krise ist bei acht Anträgen geholfen worden. Dazu gehört auch die Unterstützung des SKM Günzburg für die Ausgabe von Essenspaketen als alternatives Angebot zum Suppentreff.

Neun Beratungsstellen wurden wegen der Corona-Krise mit Notfallhilfen ausgestattet.

Dankbarer Kartei-der-Not-Geschäftsführer Hansen

"'Gemeinsam geht's' - so lautet das Motto der Kartei der Not. Als Leserhilfswerk stehen wir dafür, schnell und unbürokratisch Bedürftigen unter die Arme zu greifen", sagt Arnd Hansen, der Geschäftsführer der Kartei der Not. Er fährt fort: "Damit waren wir in den letzten zwei Jahren stark gefordert, denn die Corona-Pandemie hat viele schwierige Lebenssituationen noch weiter verschärft. Glücklicherweise machen viele treue Spender, sowohl privat als auch aus Vereinen, Firmen und Behörden diese Hilfen möglich. Vielen Dank dafür!“ (AZ)

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