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  3. Ichenhausen: Was Prinz Ludwig über Monarchie und Migrationspolitik denkt

Ichenhausen
20.04.2024

Was Prinz Ludwig über Monarchie und Migrationspolitik denkt

Beim 7. Synagogengespräch in Ichenhausen trafen sich (von links) Bürgermeister Robert Strobel, Ludwig Prinz von Bayern, Rafael Seligmann, Stiftungsrats-Vorsitzender Professor Klaus Wolf und Stiftungsrat Simon Paintner-Frei.
Foto: Jörg Sigmund

Rafael Seligmann hat in Ichenhausen den Ururenkel des letzten bayerischen Königs zu Gast. Ludwig Prinz von Bayern erzählt auch über sein Engagement in Afrika.

„Lauf, Ludwig, lauf“: Was hätte Rafael Seligmann seinem Gast beim siebten Synagogengespräch passenderes schenken können als seinen Roman über die Jugendzeit seines Vaters in Ichenhausen. Da ist nicht nur die Namensgleichheit, da ist auch jener Lauf, mit dem Ludwig Prinz von Bayern in der Vergangenheit für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Beim 100 Kilometer langen, 24-stündigen „Löwenmarsch“ werden Spenden für das Hilfsprojekt des Prinzen in Afrika gesammelt. In der abgelegenen Region Turkana im Nordwesten Kenias hat der 42-Jährige, der in Landsberg am Lech geboren wurde und in Schloss Kaltenberg aufwuchs, die Organisation „Learning Lions“ gegründet. Von seinem Engagement berichtete der Ururenkel des letzten bayerischen Königs, Ludwig III., jetzt im Gespräch mit Rafael Seligmann in der ehemaligen Synagoge Ichenhausen.

Weit weg von den Großstädten habe er in Afrika mit vielen Helfern begonnen, Schulen zu bauen. Doch schon bald, sagte der Prinz, stellte sich die Frage: Was machen diese Jugendlichen mit der Schulausbildung? „Passen sie danach wieder auf Kamele und Ziegen auf?“ Das konnte nicht das Ziel sein. Deshalb sei den jungen Menschen beigebracht worden, Webseiten zu programmieren. Prinz Ludwig: „Es gibt inzwischen mitten in der Wüste einen Campus mit eigener Strom- und Wasserversorgung und unterstützt durch künstliche Intelligenz.“

Synagogengespräch in Ichenhausen dreht sich um Migrationspolitik

Die Organisation „Learning Lions“ soll den jungen Erwachsenen ermöglichen, IT-Leistungen auf der ganzen Welt anzubieten, ohne dass sie ihre Heimat verlassen. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „furchtbaren Chaos“ in der Migrationspolitik und nannte ein Beispiel. So sei es derzeit für Kenianer unmöglich, ein Visum nach Deutschland zu bekommen. Gleichzeitig verhandle die Bundesregierung einen Migrationspakt, mit dem etwa Arbeitskräfte in den Pflegeberufen angelockt werden sollen. „Mit der Folge, dass die Besten und Fleißigsten ihrer Heimat Afrika den Rücken kehren.“ In der gesamten Diskussion um die Zuwanderung werde nach seiner Meinung zu wenig differenziert, sagte die Königliche Hoheit. „Die große Gefahr sind die einfachen Parolen.“ 

Zurück in die Geschichte des Hauses Wittelsbach. Rafael Seligmann wollte von Prinz Ludwig wissen, wie es sein konnte, dass 1918 die Monarchie in Bayern durch die Novemberrevolution abrupt beendet und König Ludwig III. abgesetzt wurde. Immerhin ging damit eine 738 Jahre währende Herrschaft der Wittelsbacher-Dynastie zu Ende. Er sei damals, in diesen „wilden Tagen und schwierigen Zeiten“ nicht dabei gewesen, so der Prinz mit einem Schmunzeln. Er wisse jedoch aus Erzählungen, dass es seinen Vorfahren nie um einen Herrschaftserhalt gegangen sei, sondern darum, was das Beste für das Land ist. „Wir sehen heute, wie gut sich Bayern auch ohne Monarchie vom Agrarstaat hin zu Modernisierung und Industrialisierung entwickelt hat.“ 

Über Privates möchte Ludwig Prinz von Bayern nichts preisgeben

Wie Seligmann blickt jedoch auch Prinz Ludwig mit Sorge auf manch gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland. So auch auf einen wachsenden Antisemitismus, auf ein Erstarken der AfD oder eine zunehmende Unzufriedenheit in einem Großteil der Bevölkerung. Doch bei all den „schweren Themen noch etwas Erfreuliches“, so Professor Klaus Wolf, Vorsitzender des Stiftungsrates der ehemaligen Synagoge Ichenhausen, zum Abschluss des Gesprächs. Er wollte von Prinz Ludwig erfahren, wann denn seine Frau, Prinzessin Sophie-Alexandra, ihr erstes Kind erwartet. Die salomonische Antwort: „Ich bin kein Experte in der Außenpolitik, aber zum Privaten kann ich noch weniger sagen.“ 

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Ichenhausens Bürgermeister Robert Strobel nannte Prinz Ludwig einen „sympathischen, aber auch nachdenklichen Vertreter des Hauses Wittelsbach.“ Strobel: „Wir hatten schon einige hochrangige Gäste bei den Synagogengesprächen. Eine Königliche Hoheit hatten wir noch nie.“ 

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