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Kammeltal
21.06.2022

Bauarbeiter finden Übungsbombe mit giftiger Substanz bei Waldheim

Diese Übungsbombe wurde in Waldheim in der Gemeinde Kammeltal gefunden. Fachkräfte verluden die Bombe nach der Bergung in ihrem VW-Kleinbus und kümmern sich jetzt um die Entsorgung.
Foto: Mario Obeser

Bei Waldheim ist eine Bombe gefunden worden. Als ein Arbeiter sie mit der Baggerschaufel ankratzt, steigt gelber Rauch auf. Nun ist der Boden verseucht.

Bei Bauarbeiten im Ortsbereich von Waldheim sind Arbeiter am Dienstagnachmittag auf einen Gegenstand gestoßen, der sich als Übungsbombe herausstellte. Ein Gebiet in der Nähe des Weilers wurde während des 2. Weltkrieges als Platz zum Abwurf von Bomben genutzt. Als jetzt die Gehwege und die Fahrbahn im Ort erneuert wurden, brachte ein Bagger laut Polizei eine solche Übungsbombe zu Tage.

Nachdem der Arbeiter die Bombe mit der Baggerschaufel angekratzt hatte, stieg gelber Rauch aus dem Behältnis. Umgehend wurden von der verständigten Polizei der Fundort abgesperrt und Anwohner in Sicherheit gebracht. Zusätzlich waren die Feuerwehren aus Kemnat, Ettenbeuren, Burgau und Ried in den Einsatz eingebunden, um den Brandschutz um den Fundort zu gewährleisten. Im angrenzenden Wald wurde eine Einsatzleitung aufgebaut, um den Einsatz zu koordinieren.

Übungsbombe in Kammeltal enthält hochgiftige Flüssigkeit

Ein aus München angefordertes Unternehmen, das auf Bombenräumung spezialisiert ist, bestätigte nach Polizeiangaben den Fund als Übungsbombe. Allerdings enthielt der Sprengkörper eine Ampulle mit hochgiftiger Flüssigkeit, die bei Kontakt mit Sauerstoff verdampft und eine giftige Wolke bildet. Diese hat das Erdreich verseucht. Der Boden muss nun abgetragen und fachgerecht entsorgt werden.

Diese Übungsbomben entwickelten beim Aufschlag auf dem ehemaligen Bombenabwurfübungsplatz nach dem Abwurf eine gelbe Rauchwolke. Somit konnte gesehen werden, wo die Bombe landete, ohne einen Schaden durch eine Detonation in Kauf nehmen zu müssen. Die Fachkräfte verluden die Bombe nach der Bergung in ihrem Kleinbus und kümmern sich jetzt um die Entsorgung. So konnte gegen kurz nach 17 Uhr Entwarnung gegeben werden. Die Anwohner, die zuvor evakuiert worden waren, konnten damit wieder in ihre Häuser zurückkehren. Den direkten Anwohnern am Fundort wurde geraten, ihre Fenster für die nächsten Stunden noch geschlossen zu halten.

Die ebenfalls anwesenden Rettungskräfte mussten nicht einschreiten. Der Sprengmeister riet jedoch den Arbeitern, die direkt an der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten, bei einem Arzt vorstellig zu werden. Verletzt wurde der Polizei zufolge niemand bei dem Einsatz. (obes/AZ)

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