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  3. Landkreis Günzburg: Bis zu 70 Geflüchtete pro Woche: Es wird eng im Landkreis Günzburg

Landkreis Günzburg
23.01.2023

Bis zu 70 Geflüchtete pro Woche: Es wird eng im Landkreis Günzburg

Das Ankerzentrum im Speichergebäude im Starkfeld in Neu-Ulm: Die Unterkunft gibt es seit knapp zwei Jahren. Kommt das nächste Anker-Gebäude in den Kreis Günzburg?
Foto: Alexander Kaya (Archivbild)

Der Landkreis Günzburg muss künftig mehr ukrainische Flüchtlinge aufnehmen. Aber wo? Die vorhandenen Unterkünfte werden knapp – zusätzlich häufen sich die Asylanträge.

Es sind Zahlen, mit denen noch vor einem Jahr keiner gerechnet hätte. Bis zu 70 Flüchtlinge aus der Ukraine und Asylbewerberinnen und -bewerber könnten künftig pro Woche in den Landkreis Günzburg kommen. Wo die Menschen schlafen sollen, ist nicht die einzige Frage, die sich die Kommunen stellen. 

Dass eine Flüchtlingswelle auf den Landkreis zurollt, hat einen Hintergrund: Der Regierungsbezirk Schwaben wird zur Anlaufstelle für die Aufnahme ukrainischer Kriegsflüchtlinge in Bayern, genauer gesagt – muss diese Rolle übernehmen. Rund 2400 Ukraine-Flüchtlinge aus anderen Teilen Deutschlands sollen nach Schwaben kommen. Bisher hat Bayern im Bundesvergleich rund 7000 Schutz suchende Ukrainerinnen und Ukrainer weniger aufgenommen. Das wird sich somit ändern. Wie viele geflüchtete Menschen die Landkreise und kreisfreien Städte aufnehmen sollen, orientiert sich an der Einwohnerzahl. Die Landkreise müssen die Unterbringung sicherstellen. 

Im Kreis Günzburg ist die Anspannung deswegen spürbar. Im Kreisausschuss vor zwei Wochen wurde die Dringlichkeit von insgesamt sechs neuen Stellen für das Ausländeramt und für den "Vollzug des Asylbewerberleistungsgesetzes" betont. Andererseits fordert die Unterbringung die Gemeinden und Städte heraus. 

Seit dem Frühjahr 2022 kamen viele ukrainische Flüchtlinge in den Landkreis

Schon das Jahr 2022 sei herausfordernd gewesen, wie Angela Brenner von der Pressestelle des Landratsamtes mitteilt. Ab März wurden im Landkreis zahlreiche ukrainische Geflüchtete aufgenommen, ab dem Sommer kamen diese nur noch vereinzelt in den Landkreis. "Dies lag vor allem daran, dass die meisten Ukrainer in andere Bundesländer verteilt wurden", so die Sprecherin. "Die Regierung von Schwaben hat uns mitgeteilt, dass wir ab sofort wieder mit der Zuweisung von circa 50 ukrainischen Flüchtlingen pro Woche rechnen müssen", schreibt Brenner weiter. Im Moment leben rund 950 Kriegsflüchtlinge im Kreis Günzburg. 

Funktional sind die umgebauten Räume des ehemaligen Fabrikgebäudes an der Hörmannsberger Straße in Mering. Dort ist eine der Anker-Dependancen der Regierung von Schwaben.
Foto: Eva Weizenegger (Archivbild)

Im Spätsommer und Herbst vergangenen Jahres haben sich zusätzlich zur Kriegssituation in Europa die Zuweisungen der Asylbewerberinnen und -bewerber, also Personen im laufenden Asylverfahren, massiv erhöht. "Im gesamten Jahr 2022 waren es circa 400 Zuweisungen. Im Januar 2023 waren es bislang (Stand Freitag, 20. Januar) 60 Personen." Aktuell rechne der Kreis mit etwa 20 Asylsuchenden pro Woche, die kommen. Die meisten Asylsuchenden stammen laut Brenner aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. "Sobald die Personen alle erforderlichen Registrierungen und Untersuchungen im Ankerzentrum in Augsburg durchlaufen haben, werden sie auf die Landkreise verteilt", erklärt Brenner. 

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Wie viel Platz hat der Landkreis Günzburg noch für Geflüchtete?

Der Landkreis Günzburg betreibt aktuell 31 dezentrale Asylunterkünfte, die insgesamt Platz für rund 1200 Personen bieten. Die Unterkünfte verteilen sich auf 17 Gemeinden. Daneben betreibt die Regierung von Schwaben im Moment vier Gemeinschaftsunterkünfte sowie zwei Übergangswohnheime im Kreis. "Aktuell verfügen wir noch über ein paar freie Plätze. Sollten wir künftig wirklich jede Woche circa 50 Ukrainer und 20 Asylbewerber zugewiesen bekommen, so werden die vorhandenen Kapazitäten innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht sein", prognostiziert Brenner. Man sei daher ständig auf der Suche nach weiteren Asylunterkünften. 

Die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge, die nach Bayern kommen, ist in der Regel das Ankerzentrum. Anker Schwaben besteht aus dem Behördenzentrum in Augsburg sowie den Unterkunfts-Dependancen, etwa in Mering, Neu-Ulm oder Untermeitingen. Wird aufgrund der angespannten Situation Günzburg der nächste Standort? "Der Betrieb eines Ankerzentrums liegt in der Zuständigkeit der Regierung von Schwaben", verweist das Landratsamt. Dort will man sich bis Mitte der Woche zu einer möglichen geplanten Anker-Dependance in Günzburg äußern. 

Neu ankommende Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, werden im Ankerzentrum in der Aindlinger Straße in Augsburg registriert, aufgenommen und versorgt.
21 Bilder
So werden Ukraine-Flüchtlinge im Ankerzentrum in Augsburg aufgenommen
Foto: Silvio Wyszengrad

"Aufgrund der stark angestiegenen Zugangszahlen sind die Kreisverwaltungsbehörden ebenso wie die Regierung derzeit mit Hochdruck auf der Suche nach geeigneten Liegenschaften zur Unterbringung von Flüchtlingen", sagt Karl-Heinz Meyer, Pressesprecher der Regierung von Schwaben, zur allgemeinen Belastung. Viele Landräte und Oberbürgermeister würden es nicht mehr ausschließen, Notunterkünfte in Turnhallen einzurichten, so Meyer weiter. Auch Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig hat "kein gutes Gefühl", wie er im Gespräch sagt: "Wir werden in eine angespannte Situation kommen. Günzburg als Stadt muss einen großen Beitrag leisten, dass wir diese Welle stemmen können." 

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