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Leipheim
15.06.2022

Einblicke in die Unternehmen auf dem Areal Pro in Leipheim

Mehr als 60 Unternehmen sind mittlerweile auf dem Areal Pro in Leipheim angesiedelt.
Foto: Ulrich Wagner

Mehr als 1300 Menschen arbeiten in über 60 Unternehmen auf dem größten Gewerbegebiet im Landkreis Günzburg. Wir geben Einblicke in die Firmen vor Ort.

Wo bis Anfang der 90er-Jahre Militärflugzeuge starteten und landeten, ist heute das größte interkommunale Gewerbegebiet im Landkreis Günzburg. Der ehemalige Fliegerhorst Leipheim ist heute das Areal Pro und bietet Platz auf einer Fläche von etwa 112 Hektar - das entspricht ungefähr 157 Fußballfeldern. Mehr als 1300 Menschen arbeiten in über 60 Unternehmen jeglicher Art.

Anlässlich unserer Serie über das Areal Pro hat unsere Redaktion einige der Unternehmen besucht. Auf der Karte finden Sie eine Übersicht und können die dazugehörigen Artikel samt Videointerviews und Bildergalerien aufrufen.

Das Areal Pro liegt zwischen Augsburg und Ulm und hat damit einen großen Vorteil: den Standort. Parallel laufen die Straße und Schiene von München nach Stuttgart - mit Bahnanschluss Günzburg und Autobahnanschluss Leipheim. Die A7 vom Allgäu nach Hamburg liegt ebenfalls nur wenige Kilometer entfernt. "Für die dort angesiedelten Unternehmen heißt das, sie können in einem Umkreis von 400 Kilometern etwa 25 Prozent der europäischen Bevölkerung erreichen", sagt Hubert Hafner, der ehemalige Landrat Zweckverbandsvorsitzende des Areals Pro.

Wie kam es zum Fliegerhorst in Leipheim, und wie wurde er zum Areal Pro?

1936 wurde der Fliegerhorst parallel zur Autobahn in Leipheim erbaut und war eines von vielen militärischen Großprojekten der Nationalsozialisten. 1940 ging dort zusätzlich eine Flugzeugwerft in Betrieb - als Zweigwerk der Messerschmitt-Werke Augsburg. Zwei Jahre später startete vom Fliegerhorst das erste serienreife Düsenflugzeug der Welt: die Messerschmitt 262. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Leipheim zunächst in amerikanischer Hand, und der ehemalige Flugplatz diente von 1946 bis 1949 als Lager für sogenannte Displaced Persons. Das waren etwa sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Flüchtlinge oder befreite KZ-Insassen.

Im Oktober 1950 bezog die US-Armee das Gelände erneut, neun Jahre später übernahm die Bundeswehr den Standort. 1964 wurde die fliegende Einheit auf dem Fliegerhorst der Nato unterstellt. Ab 1975 ist das Gelände Nato-Reservefluglatz und ab 1979 diente es als Nato-Einsatzplatz. Seit 1994 findet dort kein Flugbetrieb mehr statt. Im November 2004 wurde offiziell durch das Verteidigungsministerium die Auflösung des Fliegerhorstes bekannt gegeben. Am 31. Dezember 2008 wurde der Bundeswehrstandort in Leipheim endgültig aufgelöst.

Leipheim, Günzburg und Bubesheim gründeten Zweckverband für Areal Pro

Das absehbare Ende der militärischen Nutzung des Fliegerhorstes stellte damals die drei Standortkommunen Leipheim, Günzburg und Bubesheim vor enorme Herausforderungen. Bereits im Jahr 2005 schlossen sie sich zur kommunalen Arbeitsgemeinschaft (Arge) Fliegerhorst Leipheim zusammen. Letztendlich wurde die Entscheidung getroffen, gemeinsam mit dem Landkreis Günzburg einen Zweckverband zu gründen, der den Großteil des Areals ankauft und anschließend die Konversion zu einem Interkommunalen Gewerbegebiet umsetzt.

Dieser Zweckverband "Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg" wurde am 18. Dezember 2009 gegründet. Der Landkreis Günzburg und die Stadt Günzburg sind mit jeweils 25 Prozent, die Stadt Leipheim mit 43 Prozent und die Gemeinde Bubesheim mit 7 Prozent an dem Zweckverband beteiligt. Vor ziemlich genau zwölf Jahren hatte der Zweckverband den Teil des ehemaligen Fliegerhorstes übernommen, der heute das Areal Pro bildet.

Haben Sie ein Unternehmen auf dem Areal Pro über das wir berichten sollen? Dann kontaktieren Sie uns gerne per Mail: redaktion@guenzburger-zeitung.de

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