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Eishockey

25.01.2019

Burgau ist nur Außenseiter

Auf den ESV warten dicke Brocken. Anderswo geht der Streit mit dem Verband weiter

Mit einem Top-Anwärter auf einen der drei obersten Plätze in der Verzahnungsrunde um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der Bayernliga bekommt es der ESV Burgau heute Abend zu tun. Zu Gast in der Burgauer Eishalle ist um 20 Uhr der ERV Schweinfurt. Die Unterfranken kommen mit der Empfehlung von zehn Punkten aus vier Partien an die Mindel. Gegen Ulm, Moosburg und Fürstenfeldbruck feierten die Mighty Dogs deutliche Siege. Nur gegen den EV Pegnitz unterlag der ERV mit 2:3 nach Verlängerung.

Die Schweinfurter kommen mit einer starken Mannschaft nach Burgau. Mit dem Deutsch-Tschechen Jan Kouba, dem Deutsch-Russen Alexander Andrusovic und den beiden tschechischen Kontingentspielern Josef Straka und Marc Zajic erreichten die Unterfranken den zwölften Platz in der Bayernliga. Der 40-jährige Straka schloss sich zu Saisonbeginn dem ERV Schweinfurt an. In 26 Partien traf der Center 23 Mal und leistete für 27 Treffer die Vorarbeit. Der sportliche Lebenslauf Strakas ist eindrucksvoll. Mit Sparta Prag wurde er tschechischer Meister, Straka spielte auch für die tschechische Nationalmannschaft. Einige weitere Stationen waren die russischen KHL-Teams Kasan und Jekaterinenburg. Der Profi verdiente sein Geld auch schon in Schweden, Italien und der Schweiz.

Wie schnell und technisch stark in der Bayernliga gespielt wird, mussten die Eisbären bei ihrer Niederlage gegen die Passau Blackhawks erkennen. Ein ähnliches Kaliber dürften die Schweinfurter darstellen. Die Eisbären sind auf jeden Fall krasser Außenseiter.

Auch beim zweiten Spiel des Wochenendes, am Sonntag um 17.30 Uhr, gelten die Markgräfler nicht als Favoriten. Der ESV Burgau ist dann zu Gast beim EC Pfaffenhofen. Die Oberbayern erreichten in der Landesliga Gruppe 1 den zweiten Platz. Nach vier Spielen steht der EC Pfaffenhofen mit drei Siegen auf dem dritten Rang.

Die Eisbären brauchen sicher auch noch einige Spiele Zeit, um ihre drei Neuzugänge zu integrieren. Bekanntlich beugte sich der ESV nach dem Sieg gegen den EV Moosburg und den danach aberkannten Punkten dem Druck des Bayerischen Eissport-Verbandes (BEV). Man setzte, wie vorgeschrieben, nur noch zwei seiner ausländischen Akteure ein und strich drei Kontingentspieler. Dafür kamen drei Neue mit deutschem Pass.

Anders macht es der ESC Haßfurt, der die freiwillige Selbstbeschränkung der Bayernligisten auf zwei Kontingentspieler, wie Burgau und Waldkirchen, nicht mitgetragen hat. Die Franken setzen weiter alle vier ihrer ausländischen Akteure ein.

Der BEV wandelte die beiden gewonnenen Partien gegen Dorfen und Schongau in Niederlagen um. „Jetzt werden wir gerichtlich dagegen vorgehen. Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass die Vorgaben rechtlich nicht haltbar sind“, erklärte der Vorsitzende des ESC Haßfurt, Andreas Kurz. Ähnliche Pläne hatte zuvor auch Burgau verkündet.

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