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28.07.2010

Der Unterschied heißt Frey

Immer einen Schritt zu spät kam Xhelal Miroci (links/hier im Spiel gegen den FC Gerolfing) gegen den TSV Schwabmünchen. Am Ende verlor die TSG Thannhausen mit 2:5. Foto: Alois Thoma
Bild: Alois Thoma

Schwabmünchen TSG-Trainer Jochen Frankl hat schon vor der Partie gewarnt. Auf Joachim "Bobby" Frey müsse man aufpassen. Der Übungsleiter des Bayernliga-Absteigers hat alles versucht, stellte sogar seine Mannschaft um. Genützt hat es wenig. Der Stürmer des TSV Schwabmünchen war beim 5:2-Erfolg der Hausherren der Mann des Spiels und erschoss die TSG Thannhausen mit seinen drei Treffern quasi im Alleingang.

"Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen", urteilte Frankl nach 90 aufregenden Minuten. "Wir bekommen aus dem Nichts das 0:1, gehen dann mit 0:3 in die Kabine und können das Spiel dennoch gewinnen. Wie die Jungs heute zurückgekommen sind, das war phänomenal." Tatsächlich zeigte die TSG gegen die hoch eingeschätzten Hausherren eine kämpferisch überzeugende Leistung. Mit etwas mehr Cleverness wäre mehr drin gewesen. Und mit einem Bobby Frey.

Der Stürmer zeigte der jungen TSG-Elf, wie man agieren muss, um in der Landesliga erfolgreich zu sein. Ansonsten unauffällig und bei Hüseyin Keles und Stefan Leiteritz gut aufgehoben, machte der Angreifer aus vier Chancen drei Kisten. Doch von vorne: Die Partie begann verhalten. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie dieses Spiel auf keinen Fall verlieren wollten. Ruhe hieß das Gebot der Stunde. Doch da hatten die Hausherren ihre Rechnung ohne Stefan Micheler gemacht. Der agile TSG-Flügelspieler hätte nach vier Minuten für viel Ruhe auf der Thannhauser Bank sorgen können. Sein Ball zischte aber knapp am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite tat sich Schwabmünchen schwer. Die TSG stand tief und gab dem Favoriten wenig Platz zum Spielen. So dauerte es bis zur 11. Minute, ehe die Gastgeber ihren ersten Schuss aufs Gehäuse von TSG-Schlussmann Thomas Böld losließen. Und der passte gleich. Ex-TSG'ler Michael Geldhauser nahm sich aus 18 Metern ein Herz - und hatte Glück. Sein Schuss wurde von Tobias Hänsle unhaltbar ins Tor abgefälscht. "Normalerweise holt den Thomas mit einer Hand raus", sagte Frankl nach der Partie. "Ein ganz unglückliches Tor". Dann kam der Auftritt von Bobby Frey. Mit seinen zwei Treffen vor der Pause (16./45.) brachte er den TSV endgültig auf die Siegerstraße.

Das dachten zumindest fast alle der 400 Zuschauer. Doch sie sahen sich getäuscht. Die TSG kam zurück. Und wie. Unterstützt von Schwabmünchner Torhüter Daniel Koller erzielte Innenverteidiger Stefan Winzig mit einem Schuss aus 25 Metern den 3:1-Anschlusstreffer (48.). Der Beginn einer abwechslungsreichen zweiten Halbzeit. Als dann noch Volkan Cantürk das 3:2 erzielte - er wurde von Adnan Akyel schön in Szene gesetzt - war die Partie wieder offen. Doch anstatt des möglichen Ausgleichs, fielen die Tore auf der Gegenseite. Bobby Frey und Murat Erdöl sorgten für den 5:2-Endstand.

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