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Bezirksoberliga

29.05.2017

Fußball verrückt bei den Frauen

Einmal mehr überragend agierte Mönstettens Neuzugang Ramona Strahl (am Ball, hier im Derby gegen Wattenweiler). In Türkheim war sie zwei Mal erfolgreich.
Bild: W. Strobel, SC Mönstetten

Das Schlusslicht feiert den ersten Sieg, eine Serie reißt abrupt, ein Außenseiter ist beste Rückrunden-Elf

Was war das doch für ein verrückter vorletzter Spieltag für die heimischen Bezirksoberliga-Fußballerinnen. Da schickt der als Absteiger längst feststehende und bisher sieglose SV Wattenweiler den bis dahin unangefochtenen, der Vizemeisterschaft entgegenstrebenden, SC Athletik Nördlingen überraschend mit einer 0:2-Niederlage nach Hause. Die seit acht Spieltagen ungeschlagene DJK Breitenthal hingegen erlebt gegen den Tabellennachbarn SSV Anhausen auf eigenem Platz ein 2:8-Debakel und verpasst damit den Sprung auf Platz zwei. Lediglich das Ergebnis des dritten Landkreisvertreters, SC Mönstetten, kann als annähernd normal bezeichnet werden. Der 4:0-Sieg des SC bei Absteiger SVS Türkheim unterstreicht die momentane Dominanz der Mönstetterinnen, die sich nach der Vorrunde (neun Punkte) noch tief im Abstiegssog befanden, nun aber mit 24 Punkten Rückrunden-Spitzenreiter sind.

(0:2): Nach dem vorzeitigen Klassenerhalt fuhr der SCM ohne Druck ins Unterallgäu. Bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein flottes Spiel, meist auf das Tor des Gastgebers. Ramona Strahl erzielte per Elfmeter – Anja Oberschmid war gefoult worden – das 0:1 (15.), dem Julia Bamberger das 0:2 (24.) folgen ließ. In der ersten Spielhälfte hatten die Allgäuerinnen nur eine gefährliche Chance. Torhüterin Lisa Felgenhauer lenkte einen Fernschuss mit den Fingerspitzen über die Latte. Nach dem Wechsel setzte sich die Überlegenheit des SCM fort. Die über die linke Seite durchgebrochene Ramona Strahl erzielte mit einem straffen Schuss ins rechte untere Eck das 0:3 (61.). Das 0:4 (76.) blieb Anja Strobel vorbehalten. Sie war aus kurzer Distanz erfolgreich. „In der Folge hatte Türkheim Glück, dass das Ergebnis nicht höher ausfiel“, berichtet SC-Trainer Wolfgang Strobel und verweist dabei auf die zwei klaren Möglichkeiten durch Julia Bamberger (Alleingang) und Nicole Seitz in der Schlussphase.

(2:4): Die Zuschauer und vor allem DJK-Trainer Erhard Ott trauten ihren Augen nicht, was sie da sahen. Die auf einer Erfolgswelle schwimmende Breitenthaler Elf war nicht mehr wiederzuerkennen. „Kein Pepp, keine Power, kein Dampf, keine Laufbereitschaft und keine Leidenschaft. Das war mit Abstand die schlechteste Saisonleistung“ – so harsch beurteilte Ott das Geschehen und gestand ohne Umschweife ein, dass sein Team von der ersten bis zur letzten Minute chancenlos war. Lediglich Torhüterin Claudia Jehle erreichte annähernd Normalform und verhinderte eine noch höhere Niederlage.

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Nach den Treffern durch Stefanie Mutzel (20.) und Anja Ott (44.) zum 1:2 und zum 2:4 gab es bei der DJK zwar jeweils ein kurzes Aufbäumen, doch dann überließ man dem Gegner wieder das Feld. Und dieser nutzte die Situation. Lena Wiedemann (16., 53. und 87.), Sabine Custodis (35. und 68.), Nadine Wallner (14.) und Isabella Schalk (34.) schossen den Anhauser Kantersieg heraus. (tho)

(0:0): Zu Beginn der Partie hatte der Tabellenzweite aus Nördlingen die besseren Torchancen. Doch die SVW-Defensive stand von Minute zu Minute sicherer. Nördlingen schaffte es nicht, spielerisch zu Torchancen zu kommen und wusste sich nur durch Weitschüsse zu helfen. Wattenweiler setzte durch Konter über die schnelle Marina Rueß immer wieder Nadelstiche. Mit einem gerechten 0:0 ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte war das Schlusslicht aus Wattenweiler die bessere Mannschaft und ging durch einen Freistoß von Anna Link (53.) verdient in Führung. In der Folge schaffte es der SVW nicht, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Nördlingen verpasste bei einem schnell ausgeführten Freistoß den Ausgleich (74.). In der 87. Minute sorgte schließlich Marina Rueß mit ihrem Treffer zum 2:0-Endstand für den viel umjubelten ersten Saisonsieg des SVW. (atz)

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