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Fußball-Landesliga

27.11.2017

Glücksgefühle in Gundelfingen

Freudestrahlend lief Ichenhausens sportlicher Leiter Rudi Schiller im Moment des Triumphs auf den Rasen, um seine Fußballer zu herzen. Als Erstem gratulierte er Stefan Winzig.

Wie der SC Ichenhausen im sechsten Versuch zum ersten Derby-Sieg kommt

Attraktiver kann ein Derby kaum verlaufen. Zumindest für neutrale Zuschauer. Was aber den Trainer betrifft, so hat Karlheinz Schabel eine ganz andere Sichtweise. „Das kostet enorm viel Nerven“, gestand der Coach des Fußball-Landesligisten FC Gundelfingen nach dem Duell mit dem SC Ichenhausen, das seine Schützlinge 3:4 (2:2) verloren.

„Wenn du auswärts vier Tore erzielst, dann ist ein Sieg auf jeden Fall verdient“, lautete Schabels Urteil, mit dem er die Ichenhauser Vorstellung gleichzeitig lobte. „Andererseits hätten wir auch gewinnen können, ja vielleicht sogar müssen.“ Denn schon in der ersten Minute ging der FCG nach starker Vorarbeit von Tarik Öz durch Maximilian Braun in Führung. Und als Johannes Hauf einen missglückten Rückpass von SCI-Verteidiger Marin Wenni abfing und auf 2:0 stellte, schien sich der vor dem Anpfiff rausgehauene, aber nicht ernst gemeinte Spruch von Ichenhausens Abteilungsleiter Rudi Schiller zu bewahrheiten: „Wir sind eigentlich nur hier, um uns ein bisschen zu bewegen.“

Zwar hatte auch sein Team durch Daniel Dewein (12./22.) zwei gute Gelegenheiten liegen gelassen, doch insgesamt hinterließen die Gundelfinger den stärkeren Eindruck. „Wenn wir mit einer 4:2-Führung in die Pause gehen, dann ist das okay“, trauerte Schabel weiteren Großchancen wie beim Lattentreffer von Johannes Hauf (23.) oder den Abschlüssen von Jasjot Padda (21.) und Tarik Öz (25.) nach.

Und dann kam das, was letztlich ein Spiegelbild der ganzen Saison, wenn nicht sogar des ganzen Gundelfinger Jahres war: Innerhalb von sechs Minuten machten die Gärtnerstädter ihre ganze Arbeit zunichte und bauten den Gegner auf. Erst war es Maximilian Lamatsch, der den Ball Richtung Tor schlug. Was als Vorlage gedacht war, wurde zum erfolgreichen Abschluss, weil FCG-Kapitän Fabio Kühn die Kugel noch ablenkte und Gundelfingens Keeper Dominik Trenker zusätzlich durch die vor ihm stürzenden Spieler Tiemo Reutter und Stefan Strohhofer irritiert wurde. Als es dann unmittelbar vor dem Pausenpfiff Eckball für die Königsblauen gab, schwante Coach Schabel schon Böses. „Der Ball kommt kurz“, informierte er seine Spieler noch einmal, trotzdem kam Stefan Winzig eben am „kurzen“ Pfosten per Kopf an die Kugel und es stand 2:2.

Endgültig schien die Partie gekippt, als Maximilian Lamatsch in der 56. Minute sogar der Ichenhauser Führungstreffer gelang. Doch quasi im Gegenzug war es der Neu-Stürmer Christoph Schnelle, der das 3:3 machte. „Das Ergebnis hätte ich dann sofort unterschrieben“, gestand Schabel.

Doch die Ichenhauser wollten mehr als einen Punkt– und ein früherer Gundelfinger sorgte dafür. Sieben Minuten vor dem Ende scheiterte Lamatsch erst noch an Keeper Trenker, den Abpraller setzte Kevin Lohr ins lange Eck. Und weil auf der Gegenseite der eingewechselte Bernd Scheu bei der Hereingabe von Schnelle nicht an den Ball kam und Torhüter Simon Zeiser auch den letzten Schuss von Jasjot Padda abwehrte, war der erste Ichenhauser Derbysieg im sechten Landesliga-Duell perfekt. (wab)

FC Gundelfingen Trenker – Grötzinger, Reutter, Kühn, Laubmeier – Schneider (46. Schnelle), Elze, Braun, Öz (61. Yasar) – Padda, Hauf (75. Scheu)

SC Ichenhausen Zeiser – Lohr, Wenni, Ocker, Beckmann – Schiller, Winzig, Fabinger, Dewein (90. Pape) – Lamatsch (88. Schlittmeier), Strohhofer

Schiedsrichter Sölch (SV Wilting)

Tore 1:0 Braun (1.), 2:0 Hauf (27.), 2:1 Lamatsch (39.), 2:2 Winzig (45.), 2:3 Lamatsch (56.), 3:3 Schnelle (57.), 3:4 Lohr (83.)

Zuschauer 210

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