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Fußball-Landesliga

11.11.2017

Ichenhausen ist fit, mutig und selbstbewusst

Der Ichenhauser Daniel Dewein (links) ist als Vorbereiter und Torschütze gleichermaßen unverzichtbar, der Egger Benjamin Kees steht eher für defensive Qualitäten.
Bild: Ernst Mayer

Keine Spur von Vorfreude auf die Winterpause: Im Dauer-Hoch können die Königsblauen gar nicht genug Fußball bekommen. Fragt sich nur, ob der Platz mitspielt.

Auch wenn die Tage düsterer werden: Der SC Ichenhausen befindet sich im Dauer-Hoch. Zehn Punkte hat Übergangstrainer Markus Riesenegger in vier Begegnungen geholt. Während also andere Fußball-Landesligisten ächzen und die Winterpause herbeisehnen, dürfte es nach Ansicht der Ichenhauser gerne noch ein bisschen weitergehen mit dem schönen Spiel. Der Coach bestätigt: „Wir sind nicht in der Situation, dass wir auf eine Spielabsage hoffen. Wir sind fit, sind mit Mut und Selbstbewusstsein ausgestattet.“ Genau an diesem Punkt könnte es problematisch für die Ichenhauser werden. Das für Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) angesetzte Punktspiel beim SV Egg/Günz ist nämlich „bei den Wetteraussichten und Platzverhältnissen hochgradig gefährdet“, wie Gastgeber-Trainer Michael Dreyer ausführt.

Obwohl die Tabellensituation der beiden Teams eine andere Interpretation zulässt, wäre die Partie zum jetzigen Zeitpunkt ein echter Knaller. Egg konnte die jüngsten drei Spiele ohne Gegentreffer beenden und auch Ichenhausen hat zu neuer Stabilität gefunden. Die im freiwilligen Rückzug von Trainer Oliver Schmid gipfelnde Negativserie ist fast schon vergessen; unter den Übergangs-Trainerlösungen Martin Wenni und Markus Riesenegger gab’s sieben Partien lang keine Niederlage mehr. Dreyer wundert sich nicht wirklich über den Aufschwung des SCI. „Das war immer schon eine gute Mannschaft“, urteilt er über die Königsblauen.

Er weiß es unter anderem aus eigener Erfahrung. Viermal hintereinander hat sein SV Egg die Qualitäten der Ichenhauser zu spüren bekommen und nicht mehr gegen den SCI gewinnen können. Dreyer hält freilich von Statistiken nicht allzu viel. Er meint vielmehr: „Die Tagesform und wer das erste Tor schießt – das könnte entscheidend sein.“

Falls überhaupt gespielt wird. Der Egger Abteilungsleiter Thomas Fackler bezifferte die Ausfall-Wahrscheinlichkeit inzwischen auf 80 Prozent. „Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass wir spielen“, sagte er. Die Spielfläche habe sich bereits zuletzt nicht wirklich in Bestform präsentiert, sei dem Augenschein nach arg mitgenommen und zudem verheiße die Wettervorhersage unfreundliche Verhältnisse.

Unbeeindruckt von derartigen Eventualitäten bereiten sich die Königsblauen konzentriert auf die anstehende Begegnung vor. Natürlich spüren auch die Jungs von Riesenegger die der Jahreszeit entsprechend tiefer werdenden Böden. Zu Wochenbeginn seien die Beine seiner Kicker schwer gewesen, berichtet der SCI-Coach. „Aber während der Trainingswoche muss man das eben so dosieren, dass die Mannschaft wettkampfbereit ist“, führt er aus. Bei guter Stimmung und ordentlicher Beteiligung in den Übungseinheiten gibt’s derzeit auch in Personalfragen keinen Grund zum Jammern für den 47-Jährigen. Zwar seien die Stammkräfte Dominik Fabinger und Bernd Günther angeschlagen, aber „die Leute, die auf der Bank sitzen, brennen“, versichert „Riese“.

Als positives Beispiel für diese Herangehensweise nennt er Daniel Dewein. Der wurde gegen Olching und Stätzling eingewechselt und sorgte beide Male für entscheidende Szenen auf dem Rasen. Riesenegger betont auch, dass Dewein in jenen Begegnungen nicht aus sportlichen, sondern aus beruflichen Gründen seinen Platz in der Anfangsformation hatte räumen müssen. Beim jüngsten 3:1-Heimsieg gegen Raisting war er wieder von Beginn an dabei. Der Trainer legt sich auch für Sonntag fest: „Dewein kreiert oft Situationen, in denen es beim Gegner lichterloh brennt. Insofern startet er in Egg von Beginn an.“

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