Bezirksliga Süd

02.09.2017

Kantersieg auf Kunstrasen

Oft den entscheidenden Schritt schneller am Ball: Der Ziemetshauser Nicolas Fendt kläart vor Andreas Beltle.
Bild: Marcus Merk

Wie sich der TSV Ziemetshausen in Neusäß aus dem Tabellenkeller schießt

20 Jahre musste der TSV Ziemetshausen auf einen Sieg gegen den TSV Neusäß warten. Seit Freitagabend ist diese lange Zeitspanne beendet – und selten war ein Erfolg so wichtig. Denn mit dem 4:0 (1:0) auf dem Kunstrasenplatz im Lohwaldstadion katapultierten sich die Fußballer aus dem Landkreis Günzburg zunächst mal eindrucksvoll aus dem Tabellenkeller der Bezirksliga Süd. Der klar herausgespielte Auswärtssieg lässt die Ziemetshauser nun mit breiter Brust auf die nächsten Aufgaben blicken; der verkorkste Saisonstart ist repariert.

Auf der anderen Seite stand dem Neusässer Abteilungsleiter Ernst Krendlinger die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Jetzt muss dann ein Wunder geschehen; es funktioniert überhaupt nichts“, bemerkte er niedergeschlagen. Stimmt nicht ganz, denn zumindest die erste halbe Stunde hielten die Gastgeber gut dagegen. Mit Neuzugang Oktay Abazi, Ahmet Karaca und Kapitän Philipp Scherer hatte Trainer Helmut Riedl drei neue Leute gebracht, Stürmer Tobi Müller besetzte die rechte Verteidigerposition. Der Beginn war vielversprechend. Akif Dogan hatte schon nach drei Minuten den Führungstreffer auf dem Schlappen. Mit einem Direktschuss nach schöner Flanke von Abazi verfehlte Anel Jusufovic das Tor nur knapp (27.).

Fünf Minuten vor der Pause sah die Abwehr der tief stehenden Gastgeber dann allerdings schlecht aus. Nach einem Angriff über rechts drückte der am langen Eck stehende Nikolai Miller zum 0:1 ein. Neusäß geriet danach im Dauerregen vor 125 Zuschauern völlig aus dem Gleis und gestattete den Gästen Chancen im Minutentakt.

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Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schloss Benjamin König nach einem Ballverlust der Gastgeber im Mittelfeld zum 0:2 ab (47.). Neusäß blieb zwar bemüht, doch außer einem Kopfball von Abazi sprang nichts mehr heraus (56.). Insgesamt war einfach zu wenig Feuer unter dem Kessel. Zu brav und zu bieder agierten die Riedl-Schützlinge.

Dem TSV Ziemetshausen war’s recht. Die Gäste nutzten ihre Freiheiten weidlich aus. Nach einer unzureichend geklärten Ecke zirkelte Adnan Akyel die Kugel mit dem Außenrist zum 0:3 in den Winkel (66.). Beim 0:4 stand Andreas Endres allein vor TSV-Torhüter Christoph Wiesmüller und vollstreckte ganz locker (75.). Das wurde dem Gegner aber auch alles ganz einfach gemacht.

Gut aus Sicht des gastgebenden Schlusslichts war lediglich, dass Ziemetshausen seine Konter nicht konsequent zu Ende spielte und der starke Abwehrchef Raphael Schimunek die eine oder andere Möglichkeit im Keim erstickte. Andernfalls hätte es noch viel deutlicher ausgehen können.

TSV Ziemetshausen Leisenberger – A. Endres, Zott, F. Klimm, S. Endres, Fendt (70. Bettighofer), Akyel (73. M. Klimm), Eppler, König, Miller (78. Greiner), Maier

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