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Fußball

07.03.2020

Prädikat „wertvoll“ für dieses Trainingslager

Joggen auf frisch geräumtem Kunstrasen: die Landesliga-Fußballer des SC Ichenhausen im Trainingslager in Sonthofen. Trainer Oliver Unsöld lobte seine Jungs für den gezeigten Einsatz und das gute Miteinander.
Bild: Karl-Heinz Sauter

Der SC Ichenhausen fühlt sich fit für das Frühjahr. Das geplante Auftakt-Heimspiel steht aber auf der Kippe

Endlich geht’s wieder los. Präzise formuliert: Es soll wieder losgehen. Denn ob an diesem Samstag ab 14 Uhr der Ball tatsächlich rollt im Hindenburgpark, war selbst einen Tag vorher noch nicht absehbar. Auf dem Spielplan der Fußball-Landesliga Südwest steht jedenfalls die Partie zwischen dem SC Ichenhausen und dem FC Memmingen II. Da beide Mannschaften wohl noch länger mit dem Thema Klassenerhalt konfrontiert sind, dürfte diese Partie, so sie denn stattfindet, wertvolle Fingerzeige für den weiteren Verlauf der Frühjahrsrunde liefern.

Allzu viel Druck freilich will der Ichenhauser Trainer Oliver Unsöld nicht auf die Schultern seiner Jungs laden. Der gewiefte Fachmann weiß, dass ein erstes Spiel nach der Winterpause nie die ganze Wahrheit über das Leistungsvermögen von Fußballmannschaften sagt. Im konkreten Fall haben beide Teams den überwiegenden Teil der Vorbereitung auf Kunstrasen trainiert und stehen sich jetzt auf vermutlich nicht allzu üppigem Naturgrün gegenüber. „Wir müssen das annehmen, wie es ist“, sagt Unsöld und fügt hinzu: „Die Bedingungen werden für beide Mannschaften dieselben sein.“ Ein zweiter Punkt ist für Unsöld, dass er die Partie „nicht als besonders im Sinne von existenzbedrohend“ ansieht. Egal, wie es endet: Keiner der beiden Kontrahenten wird am Samstag absteigen, keiner wird sich entscheidend retten.

Immerhin scheint der SC Ichenhausen bereit. Das abschließende Testspiel gegen den Bezirksligisten TSV Aindling gewannen die Königsblauen standesgemäß 3:0; Mateusz Staron (2) und Dennis Bogdan erzielten die Treffer. Die beiden Winter-Neuzugänge Stefan Lukic und Xhelal Miroci wurden jeweils zur zweiten Halbzeit eingewechselt.

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Unmittelbar vor der Partie hatten die Ichenhauser ein mehrtägiges Trainingslager in Sonthofen absolviert. Laut Unsöld wurde dort zweimal täglich sehr intensiv gearbeitet; der Trainer selbst betont, es seien „knackige Einheiten“ dabei gewesen. Wichtig bei solchen Gelegenheiten ist natürlich auch, dass der Spaßanteil stimmt. Die Fußballer sind es ja nicht gewohnt, so eng aufeinander zu sitzen. Unsöld berichtet, alles habe wunderbar funktioniert – auch wenn er manche Moden der heutigen Spieler-Generation nicht mitgehen mag. Früher sei eben Schafkopf gespielt worden, heute säßen die Jungs an der Spielekonsole.

Was allen gut gefiel, war der kombinierte Wettbewerb Bogenschießen, Blasrohrschießen, Dosenschießen und Frisbee-Zielwerfen. Vor dieser teambildenden Maßnahme sei abgemacht worden, dass das Verlierer-Team die ganze Mannschaft zum Essen einladen muss. Für den Coach ging die Sache nicht gut aus: „Ich war dabei“, erzählt Unsöld in gespielter Schamhaftigkeit und korrigiert die Niederlage mit breitem Grinsen: „Also ich war ja richtig gut, aber meine Mitstreiter nicht ...“

Stimmung und Form also passen bei den Königsblauen, die sich nun allzu gerne wieder auf Punktejagd begeben würden. Immerhin fühlen sie sich laut Unsöld „einen großen Schritt weiter als zwei Wochen vorher“. Doch alles Philosophieren bringt nichts, wie auch Sportleiter Rudi Schiller betont: „In Sachen Bespielbarkeit des Platzes müssen wir einfach abwarten.“

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