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Frauenhandball

29.01.2019

Punkt gewonnen, Punkt verloren

Doppelt schmerzhaft war der Handball-Tag für die Günzburgerin Alena Harder: Sie zog sich eine Oberschenkelverletzung zu und musste mit ansehen, wie ihr Team in der Schlussphase einen Vorsprung vergeigte.
Bild: Ernst Mayer

Günzburg büßt die Landesliga-Spitzenposition ein

Im Spitzenspiel der Landesliga Nord haben sich die Handballerinnen von VfL Günzburg und SG DJK Rimpar 22:22 getrennt. Die Gastgeber lagen zwischenzeitlich bereits mit fünf Toren hinten, konnten aber am Ende eine 22:20-Führung nicht ins Ziel bringen. Durch die Punkteteilung büßten die Günzburgerinnen ihre Spitzenposition ein. Trainer Jürgen Kees nannte „mangelnde Chancenverwertung“ als Hauptgrund für die gefühlte Niederlage.

Stark präsentieren sich die Gäste aus Franken, sie zeigten sich motiviert und glänzten mit tollen Würfen aus der zweiten Reihe. Auch in der Abwehr waren sie hervorragend auf die weinroten Mädels eingestellt. Die spielten sich trotzdem einige gute Möglichkeiten heraus, konnten sie aber nicht vollenden. Nach der ersten Führung durch Lena Götz verwarfen die Günzburger in der Anfangsphase gleich drei Siebenmeter und weitere freie Aktionen, sodass sich Rimpar absetzen konnte. Diese Angriffsschwäche zog sich durch die ganze erste Hälfte, es war mit acht Toren die bisher schlechteste VfL-Torausbeute in 30 Minuten. Auch das taktische Mittel der siebten Feldspielerin brachte keinen Umbruch und es ging mit 8:12 in die Pause.

Keinen Grund zur Sorge bescheinigten die beiden Trainer ihren Schützlingen in der Kabinenansprache. Die zweite Halbzeit sollte tatsächlich Besserung bringen. Im Tor kam Elena Hoffmann für Lisa Gremmelspacher zum Einsatz. Beide machten ihre Sache gut und blieben zusammen mit der Abwehr bei 22 Gegentoren im Soll. Im Angriff lief es jetzt auch besser. Beim 16:16 war das Spiel gedreht und nach der 18:17-Führung für den Gastgeber in der Rebayhalle nahm Rimpar seine Auszeit. Dennoch schien sich die Partie zugunsten der Weinroten zu drehen. Fünf Minuten vor Ende gab es eine doppelte Zeitstrafe für die Gäste und der VfL ging 21:19 in Führung.

Doch am Ende fehlte es ein wenig an Cleverness, die Überzahl-Situation in Ruhe auszuspielen. Es gelang nur noch ein Treffer durch Nina Porkert zum 22:20.

Nun gilt es, so schnell wie möglich an die Angriffsleistungen der Vorrunde anzuknüpfen. Kees beschwichtigt allerdings: „Nach fünf Toren Rückstand gegen einen starken Gegner kann der VfL auch mit dem Punkt zufrieden sein.“ (zg)

VfL Günzburg Gremmelspacher, Hoffmann, Schlund; Götz (11/1), Harder (4), Kubasta (1), Leis, Stoll (1), Sperandio, Kovàcs (2), Jahn, Porkert (3), Deutschenbauer

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