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Osterberg

10.08.2020

100 Tage Bürgermeister: Der Job in Osterberg ist fast wie bei der Feuerwehr

Martin Werner ist seit 100 Tagen Bürgermeister in Osterberg.
Bild: Martin Werner

Plus Bürgermeister Martin Werner hat in seinen ersten 100 Tagen im Amt schon viel erlebt. Er hat bereits eine große Aufgabe für die kommenden Jahre ausgemacht.

Von einer Vielzahl an Bürgerwünschen, strategischen Zielsetzungen, zahlreichen kommunalen Aufgaben – eben einer interessanten, abwechslungsreichen und vielseitigen Tätigkeit – spricht Martin Werner im Rückblick auf seine ersten 100 Tage im Amt des ehrenamtlichen Osterberger Bürgermeisters. Die ersten drei Monate sei er sich oftmals vorgekommen wie bei der Feuerwehr. Er sei ständig zu neuen Einsätzen ausgerückt.

Wichtig ist dem Quereinsteiger, ein gutes und verträgliches Miteinander und möglichst viel Transparenz und Bürgerinfo. Dabei liegt ihm am Herzen, dass man in Osterberg und Weiler aus der Not eine Tugend macht. Da die Gemeinde nur über wenig Steuereinnahmen verfügt, ist der Spielraum für Investitionen meist sehr überschaubar. Das große Potenzial, das man in Osterberg und Weiler heben und aufrechterhalten muss, sei daher das ehrenamtliche bürgerliche Engagement, das man möglichst zielführend einsetzen müsse.

Als positives Beispiel nennt Werner Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Grundschule, die derzeit von Elternbeirat, Eltern und Gemeinderatsmitgliedern ehrenamtlich umgesetzt werden.

Etwas kommunale Erfahrung konnte Werner schon vor Amtsantritt sammeln. Er lebt seit rund 16 Jahren in Weiler und war bereits sechs Jahre als Mitglied des Osterberger Gemeinderats tätig.

Der ehrenamtliche Bürgermeister trägt eine Doppelbelastung

Das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters mit der beruflichen Tätigkeit des Geschäftsführers einer Werkzeugbaufirma zu verbinden, sei anfangs nicht leicht gewesen. Nach gut drei Monaten Einarbeitungszeit sei es so, dass sich die Abläufe besser einspielen und koordinieren lassen. Daher ist sich Martin Werner sicher, dass er die Doppelbelastung über die ganzen sechs Jahre hinweg tragen kann.

Übrige Zeit für sich selbst, Hobbys oder Freizeitgestaltung bleibt ihm allerdings im Moment nicht. Ein Umstand, den der Bürgermeister bedauert. Sein Motorrad sei in diesem Jahr noch nicht auf der Straße gewesen, seinem bevorzugten Hobby konnte er noch nicht nachgehen.

Als Seiteneinsteiger hat er sich durch einen Lehrgang auf das Amt des Bürgermeisters vorbereitet. Darüber hinaus sei er froh, dass er sich auf engagiertes Personal aus der Verwaltungsgemeinschaft verlassen könne. Motivation schöpfen könne er aus der positiven Resonanz aus der Bevölkerung heraus und auch aus dem Umstand, dass er von den Bürgermeisterkollegen der umliegenden Gemeinden herzlich aufgenommen worden sei.

Die Bürger von Osterberg haben zahlreiche Wünsche

Aus der Bürgerschaft heraus werden zahlreiche Wünsche und Anliegen an ihn herangetragen. Allerdings sei auch das Verständnis da, dass er nicht alles auf einmal erledigen könnte. „Das geht nur Stück für Stück.“

Bedauerlich findet Werner, dass es in Osterberg zu wenig Bauflächen gibt. Und das vor dem Hintergrund, dass es 55 bebaubare Flächen geben würde, die sich allerdings in privater Hand befinden und somit nicht zur Verfügung stehen. „Daran müssen wir arbeiten“.

Die Friedhofsgestaltung habe schon seit Jahren auf der Agenda gestanden, sei aber nie umgesetzt worden. Martin Werner meint, dass man das Projekt gemeinsam anpacken und endlich abarbeiten muss. Eine „Mega-Baustelle“ sei die Waldbewirtschaftung. Geld lasse sich mit der wichtigen Einnahmequelle im Moment eher wenig verdienen. Liegendes Holz befinde sich derzeit nicht mehr im Wald. Ob auch Käferholz anfällt, müsse man sehen.

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