Tierfreunde

14.06.2011

Auf den Hund gekommen

Die Bayerische Jugendmeisteren Tanja Allgaier ist stolz auf ihren Pokal, den sie zusammen mit der Hündin Gina gewonnen hat.
Bild: Foto: privat

Zwei Jugendliche aus Illertissen trainieren Schäferhunde

Illertissen Von klein auf gehören sie zu ihrem Leben: Schäferhunde. Die Eltern der Schüler Tanja Allgaier aus Regglisweiler und Manuel Drescher aus Balzheim sind schon lange im Schäferhunde Verein Illertissen aktiv. So lernen auch die beiden 15-Jährigen von Kindesbeinen an den Umgang mit den Tieren. „Als ich zwölf Jahre alt war, bekam ich endlich meinen eigenen Hund Socke“, erzählt Manuel.

Mit Welpe Gina geht auch Tanjas Wunsch nach einem eigenen Hund in Erfüllung, als sie zwölf Jahre alt ist. Beide entscheiden sich bewusst für das außergewöhnliche Hobby Schäferhundesport. „Wir trainieren zweimal die Woche, dazu kommen noch Wettkämpfe“, sagt Tanja.

Doch die Hunde beanspruchen jeden Tag die Aufmerksamkeit ihrer Herrchen. Die beiden Jugendlichen haben mit ihrem Hobby fast einen Fulltime-Job übernommen. „Dazu gehört, dass ich mehrmals am Tag mit Socke spazieren gehe, spiele und ihn füttere“, sagt Manuel.

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Wenn man sich so intensiv mit seinem Hund beschäftigt, baut sich ein ganz besonderes Verhältnis zwischen Mensch und Tier auf. Tanja geht so weit zu sagen: „Für mich gehört Gina zur Familie.“ Ein besonderer Höhepunkt war es für sie, Geburtshelferin zu sein, als Gina letzten November acht Junge zur Welt gebracht hat.

Seit Socke und Gina Welpen sind, haben Manuel und Tanja ihre Erziehung übernommen. Es begann damit, den Hunden beizubringen, sauber zu werden und erste Befehle auszuführen. Auch das Training startete für die beiden grauen Schäferhunde bereits im Welpenalter.

„Beim Training arbeitet man zuerst mit Leckerlis. Später, wenn die Hunde daran gewöhnt sind, kommt ein bestimmtes Lieblingsspielzeug zum Einsatz“, erklärt Tanja. Dabei reicht es nicht, zweimal die Woche auf dem Platz zu trainieren, die Übungen müssen spielerisch auch im Alltag wiederholt werden.

Während es bei „Fährte“ darum geht, einer vorher gelegten Spur möglichst genau zu folgen und bei „Unterordnung“ präzise Befehle auszuführen, besteht die Herausforderung an die Teams beim „Schutzdienst“ darin, einen Scheintäter zu stellen. Manuel sagt: „Schutzdienst macht mir am meisten Spaß, man kann sich das vorstellen wie bei der Polizei.“ Im Laufe der Jahre und verbunden mit viel Training, aber auch mit viel Spaß und Freude haben sich zwei erfolgreiche und eingespielte Teams entwickelt. Vor Kurzem wurden die beiden in ihrer jeweiligen Prüfungsstufe Bayerische Jugendmeister und qualifizierten sich somit für die Deutsche Jugendmeisterschaft im Juni in Eisleben.

Wenn man vor einem so großen Publikum steht wie bei der Bayerischen Meisterschaft in Simbach am Inn, gehört Nervosität dazu. „Das muss man aber auf jeden Fall vor dem Hund geheim halten, es kann sonst passieren, dass er spürt, dass man nervös ist und seine Befehle nicht richtig ausführt“, sagt Manuel.

Das Gefühl, vor so vielen Leuten nach der Prüfung dann aber erfolgreich abgeschnitten zu haben, sei unbeschreiblich gut. Zurzeit sind die beiden Teams mitten im Training für die Deutsche Meisterschaft und K!ar.Text wünscht ihnen dafür viel Glück. Tanja sagt: „Das schönste am Hundesport ist, dass man sieht, wie der Hund lernt und zu was so ein Tier fähig ist und dass man genau das anderen Menschen zeigen kann.“

(scch)

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