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Babenhausen

15.06.2019

Babenhauser macht sich jahrelang für den Hundesport stark

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Der Hundesport liegt Herbert Volz am Herzen.
Bild: Jutta Thyssen (Symbolbild)

Der Babenhauser Herbert Volz erhält für seine langjährigen Verdienste eine selten verliehene Auszeichnung.

Nicht nur im Raum Babenhausen und in der Region Donau/Iller ist der Name Herbert Volz bekannt, sondern auch weit darüber hinaus. Er hat sich Jahre lang für den Hundesport starkgemacht und viele Veranstaltungen nach Schwaben geholt. Nachdem der 64-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nach mehr als zehn Jahren Vorstandstätigkeit in der Ortsgruppe Babenhausen dieses Amt abgegeben hatte, kandidierte er nun auch in der Landesgruppe Bayern Süd des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) nicht mehr als Vorsitzender. Für seinen Einsatz für den Hundesport erhielt Volz bei der Landesgruppenversammlung unter Applaus die selten verliehene „Goldene Ehrennadel mit Brillanten“.

Volz wuchs in der Landwirtschaft auf – und hatte von Klein auf mit Hunden zu tun. Da war es kein Wunder, dass er in jungen Jahren den Schäferhundesport für sich entdeckte und sich beispielsweise 1973 der SV-Ortsgruppe Weißenhorn anschloss. Deren Geschicke leitete er später rund zehn Jahre.

Über vier Jahrzehnte hinweg engagierte sich Volz bayernweit in vielerlei Funktionen, wobei ihm die Nachwuchsförderung stets am Herzen lag. Das belegt etwa, dass er neun Jahre als Jugendwart der Landesgruppe Bayern/Süd agierte. Deren Vorsitz hatte er in den vergangenen rund sechs Jahren inne, vorher war er lange Zeit als stellvertretender Vorsitzender tätig gewesen. Besonders freut es Volz, dass er seinen Nachfolger in jungen Jahren für den Hundesport begeistert hatte.

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Das Organisationstalent von Volz ist über die Landesgrenzen hinweg bekannt geworden. So konnte er überregionale Veranstaltungen in den schwäbischen Raum holen und fungierte meist als deren Gesamtleiter. So fanden etwa eine Bundesausscheidung in Vöhringen, ein Sieben-Länder-Kampf in Illertissen, eine süddeutsche Jugendmeisterschaft in Weißenhorn und ein Bundesleistungshüten in Gersthofen statt. Auch bei Veranstaltungen der Interessengemeinschaft Donau/Iller war er stets an vorderster Front anzutreffen. Gewiss zu den größten Aufgaben von Volz gehörte aber die Organisation der weltgrößten Hundeausstellung in Nürnberg, deren Gesamtleitung er auch dreimal innehatte. Die Liste der Sonderschauen, die unter seiner Regie abliefen, ist lang. Zudem bildete er sogenannte Figuranten – Prüfungshelfer im Schutzdienst – aus, wobei eine bundesweite Veranstaltung 1993 in Augsburg die Krönung darstellte.

Herbert Volz aus Babenhausen wurde geehrt.
Bild: Fritz Settele

Da passte es bestens, dass Volz sein Hobby zum Beruf machen konnte. Er war nicht nur Hundeführer bei der Polizei, sondern auch Richter bei Diensthundeprüfungen. Zuvor waren aber entsprechende Lehrgänge zu absolvieren, die Volz bayernweit durchführte. Zu den größten Erfolgen gehörte in diesem Bereich die Teilnahme mit der Bayerischen Polizeimannschaft an den amerikanischen Meisterschaften – und das in Uniform. Die Mannschaft schaffte es ganz nach oben aufs Siegerpodest. Zudem war er als Oberkommissar zuletzt Ausbildungsleiter in Westschwaben, speziell in unserer Region.

Unter Volz’ Regie entstand vor mehr als zehn Jahren westlich von Kettershausen das erste Hundehotel dieser Größenordnung im schwäbischen Raum. Dieses betrieb er bis 2018 mit seiner Frau Claudia, die selbst über zahlreiche sportliche Meriten – bis hin zur Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Schäferhundesport – ihr Eigen nennen kann. Auch wenn die beiden inzwischen ihren Ruhesitz in Rennertshofen haben, sind sie immer noch mit dem Hundehotel verbunden. So übernimmt Claudia Volz dort noch Ausbildungseinheiten, während ihre Tochter Patricia das Hundehotel alleinverantwortlich leitet. Zudem bleibt die Familie mit ihrem Organisationstalent auch der SV-Ortsgruppe Babenhausen erhalten: Tochter Kathrin wirkt als Prüfungsleiterin, etwa 2018, als der IG-Pokalwettbewerb im Fuggermarkt stattfand.

Die Liste der Aufgaben, die Herbert Volz wahrnahm, ließe sich beliebig verlängern. Zum gesundheitlich bedingten Abschied aus der Funktionärstätigkeit bekam er für „hervorragende Verdienste und seine darüber hinaus gehenden Sonderaufgaben für den Verein für Deutsche Schäferhunde“, wie es im Urkundentext heißt, die Goldene Ehrennadel des SV mit Brillanten.

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