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24.07.2010

"Bär von Bellenberg" braut Bier

Vereinsvorsitzender Rudolf Dippold (zweiter von links), Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller und Wolfgang Schrapp, Vorstandsmitglied des Athletiksportvereins (rechts), gratulierten Rudolf Mang (links) zum 60. Geburtstag. Fotos: nila
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Vereinsvorsitzender Rudolf Dippold (zweiter von links), Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller und Wolfgang Schrapp, Vorstandsmitglied des Athletiksportvereins (rechts), gratulierten Rudolf Mang (links) zum 60. Geburtstag. Fotos: nila

Bellenberg Er hat einst den Ort über die Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht - und immer noch bringen Außenstehende Bellenberg mit Rudolf Mang - dem "Bär von Bellenberg" - in Verbindung.

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München erreichte der Gewichtheber den zweiten Platz und damit die Silbermedaille - hinter seinem Konkurrenten Wassili Alexejew aus der damaligen UdSSR. Der Rummel um Mang war damals enorm. Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller schildert die Stimmung von damals: "Ich war selbst erst zehn Jahre alt, aber an den Empfang hier in Bellenberg nach den Olympischen Spielen kann ich mich noch sehr gut erinnern."

Leistung war für ihn immer das Wichtigste

Dabei sind dem Schwerathleten die beiden Weltrekorde im Drücken (230,5 Kilogramm) und im Reißen (183), die er aufgestellt hat, weitaus bedeutender als die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. "Im Nachhinein kann ich sagen, dass Leistung für mich immer das Wichtigste war. Wenn man mit einer Sportart anfängt kann man sich gar nicht vorstellen, wohin der Weg führt. Man wächst da hinein. Nicht Weltmeister oder Olympiasieger zu sein, war für mich wichtig, sondern immer besser zu sein als andere Gleichaltrige!" erklärt Mang seinen Ehrgeiz. Um in so jungen Jahren - seine sportliche Hochzeit hatte Mang im Alter zwischen 18 und 22 Jahren - Erfolge zu feiern, bedarf es sehr frühem intensiven Training. "Mein Vater war Gewichtheber und Ringer. Die Hanteln, die bei uns im Haus waren, habe ich schon sehr früh heimlich ausprobiert. Mit 13 Jahren hat bei mir dann das richtige Training angefangen. Zehn Jahre später hatte ich mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, da ich in jungen Jahren sehr hart trainiert habe. 1974 habe ich dann meine sportliche Karriere beendet", so Mang. Zwar macht ihm Ausdauersport weniger Spaß, jedoch liegen die Prioritäten heute anders: "Ausdauer gehört zur Gesundheit und zum allgemeinen Wohlbefinden dazu. Deswegen mache ich das auch - aber nicht gern. Beim Gewichtheben muss man seine ganze Leistung in ein bis zwei Sekunden abrufen. Das liegt mir schon eher," meint Rudolf Mang. Das eigene Fitnessstudio betreibt er weiterhin. Jahrelang hat er eigene Fitnessgeräte entworfen und vertrieben. Dies wird er noch bis zum Ende dieses Jahres weiter machen. Danach wird er sich davon so allmählich zurückziehen.

"Bär von Bellenberg" braut Bier

Im Haus Braukeller mit Kühlhaus eingerichtet

Ein anderes Hobby wird dann aber vermutlich weiter ausgebaut werden. Vor zwei Jahren, bei einer Brauereibesichtigung in der Versuchsküche für die Brauerei-Lehrlinge ist der Funke für die Bierbrauerei übergesprungen. Im Internet und bei verschiedenen Treffen von Hobbybraumeistern hat sich Rudolf Mang erkundigt und sich nach und nach im heimischen Keller einen mittlerweile professionellen Braukeller mit Kühlhaus eingerichtet. Vom Weizenbier bis hin zum Bockbier - an alle Biersorten hat sich der ehemalige Gewichtheber gewagt - sehr zum Wohle seiner Freunde und Bekannten, denen das Bier vom "Bellenberger Bären" allesamt schmeckt.

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