Newsticker

Biontech und Pfizer beantragen EU-Zulassung für Corona-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Baustelle Meisingerhaus: Wohin sollen Fußgänger ausweichen?

Babenhausen

11.02.2018

Baustelle Meisingerhaus: Wohin sollen Fußgänger ausweichen?

Der Historische Verein hat das ehemalige Meisingerhaus von der Marktgemeinde erworben. Es soll zu einem „Haus der Geschichte“ werden. Die Instandsetzung des Baudenkmals ist im Gange.
Bild: Sabrina Schatz

Das Baugerüst am ehemaligen Meisingerhaus in Babenhausen versperrt seit einiger Zeit den Gehweg an der Tirolerstraße. Wie die Gefahr gebannt werden kann.

An der Tirolerstraße ist es eng: Das Baugerüst am ehemaligen Meinsingerhaus blockiert seit mehr als einem Jahr den angrenzenden Gehweg. Dies sorgt für Unmut bei manchem Babenhauser, wie Josef Deggendorfer bei der Marktratsitzung sagte: Wann hat die für Fußgänger gefährliche Situation ein Ende? Und wie kann sie bis dahin entschärft werden?

Wie zu erfahren war, sind in dieser Woche erneut Bauarbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude, das zu einem der ältesten in Schwaben zählt, angelaufen. Fassade, Dachstuhl und Dach werden Schritt für Schritt saniert. „Es geht jetzt etwas vorwärts“, merkte Bürgermeister Otto Göppel an. Zum Zeitplan sagte Barbara Kreuzpointner, Markträtin und Vorsitzende des Historischen Vereins Babenhausen, welcher Bauherr ist: „Zur Dauer kann ich nichts sagen, aber wir wollen ja auch so schnell wie möglich fertig werden.“ Während der Faschingsferien würden die Arbeiten allerdings noch einmal ruhen.

Der Blick richtete sich in der Sitzung jedoch weniger auf die Arbeiten selbst, als vielmehr auf die Verkehrssicherheit. Für Fußgänger stellt das Baugerüst nämlich eine Hürde dar. Da der Gehweg versperrt ist, müssen diese sich zwischen zwei Optionen entscheiden: Entweder sie nehmen einen kleinen Umweg in Kauf oder sie gehen auf der Straße, die an besagter Stelle nicht nur schmal ist, sondern auch eine Kurve schlägt. Die Sicht für Autofahrer und Fußgänger ist durch ein Hauseck auf der anderen Straßenseite begrenzt. Trotzdem scheinen viele Bürger die zweite, gefährlichere Option zu wählen. Wie bereits in einer vergangenen Marktratsitzung thematisiert, seien immer öfter Fußgänger zu beobachten, die auf der Straße oder an der gegenüberliegenden Hausmauer entlang gehen. Schulkinder würden sogar auf die kleine Mauer vor dem Baudenkmal klettern und darauf balancieren, hieß es.

Die Marktgemeinde – die zur Aufsicht verpflichtet ist – wies nun noch einmal darauf hin, dass derjenige, der „eine Gefahrenquelle schafft oder andauern lässt“, auch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen habe. Eine verkehrsrechtliche Anordnung besagt: Der Bauherr müsse Fußgänger entweder auf eine Umleitung hinweisen oder das Gerüst mit einer sicheren Unterführung ausstatten. Da Letzteres laut Historischem Verein nicht möglich ist, hatte dieser, wie gefordert, Schilder an beiden Seiten des Anwesens angebracht. Diese wiesen darauf hin, dass der Gehweg gesperrt sei und Fußgänger als alternative Route den Gehweg am Schloss nutzen sollten, der hinter dem Gebäude verläuft. Diese Hinweise wurden jedoch innerhalb kurzer Zeit gestohlen. Außerdem ordnete die Marktgemeinde im Frühjahr 2017 in diesem Abschnitt der Tirolerstraße ein Tempo-Limit von 30 Stundenkilometern an.

Jüngst suchten Verwaltungsmitglieder bei einem Ortstermin nach weiteren Lösungen für das Problem: Die Mitarbeiter überlegten, ob die Gefahrenstelle mittels Absperrbaken – rot-weiß gestreiften Aufstellern – oder Bauzäunen abgesichert werden könne. Dadurch soll den Fußgängern quasi nichts anderes übrig bleiben, als den Weg am Schloss zu nutzen. Auch Schilder sollen erneut auf diese Notwendigkeit hinweisen. Kreuzpointner sagte bei der Sitzung, dass man nicht auf der ganzen Mauer einen Bauzaun aufstellen könne: „Sonst kommt ein Windstoß und dann liegt alles auf der Straße. Das ist viel zu gefährlich.“

Bürgermeister Göppel appellierte an die Fußgänger, die etwa auf dem Weg zur Kirche oder zum Rathaus sind, besondere Vorsicht walten zu lassen und den Weg hinter dem Haus zu nutzen. Eine Alternative sei der Magnusweg – „auch, wenn das sicher ein kleiner Umweg ist“. Außerdem bat der Rathauschef Autofahrer darum, achtsam zu sein. Eltern sollten Kinder darauf hinweisen, nicht auf die Mauer zu steigen. „Wir wollen ja alle nicht, dass einmal ein Unfall mit Personenschaden passiert“, sagte er.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren