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Buch

24.01.2020

Bauzwang statt Brachflächen in Baugebieten

Der Markt Buch will vermeiden, dass Baulücken in Baugebieten längere Zeit frei bleiben.
Foto: Symbolfoto Alexander Kaya

Der Bucher Marktgemeinderat spricht sich für eine notarielle Vereinbarung aus, die Baulücken verhindern soll.

Mit Blick auf die zunehmende Baulandentwicklung durch private Vorhabensträger möchte der Markt Buch künftig verstärkt darauf achten, Baulücken im Ort zu vermeiden. Dies könnte über eine Vereinbarung zur Sicherung von Bauverpflichtungen erfolgen, schlug Bürgermeister Roland Biesenberger bei der Ratssitzung vor. Nach detaillierten Beratungen entschied das Gremium, den dafür erforderlichen städtebaulichen Vertrag von einem Notariat ausarbeiten zu lassen. Der Beschluss fiel gegen die Stimmen der drei UWG-Räte.

Durch die angestrebte Vereinbarung wolle der Markt erreichen, dass bei Überplanungen, die zusammen mit privaten Grundstückseigentümern erfolgen, die betroffenen Flächen zügig bebaut werden, sagte der Bürgermeister. Allein im Geltungsbereich des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts ILEK, das die Gemeinden Illertissen, Buch, Roggenburg, Oberroth, Unterroth, Osterberg und Kellmünz umfasst, befinde sich demnach in ausgewiesenen Baugebieten mehr als 500 brach liegende Grundstücke. Dies entspreche in etwa der Gemeindefläche von Osterberg, verdeutlichte Biesenberger.

Die Kommune setzt eine zeitliche Frist

Bereits im Vorfeld hat er sich deshalb bei einem Notariat näher über eine Handhabe informiert, mit der man künftig Baulücken vermeiden kann. Wenn die Kommune in einem Gebiet Baurecht schafft und die Erschließung abgeschlossen ist, soll auch für private Grundstücksbesitzer eine Art „Bauzwang“ gelten. Das heißt, sie müssen ihren Platz ebenfalls innerhalb einer bestimmten Frist bebauen. Wenn dies nicht erfolge, falle das Grundstück der Kommune zu, die es auf der Grundlage des aktuellen Bodenrichtwerts erwerben und an einen anderen Bauwerber weiterverkaufen kann, sagte der Bürgermeister. Damit sollen künftige Baulücken vermieden werden. Dies beziehe sich allerdings nicht auf bereits abgeschlossene Wohnbauflächen, sondern auf den Bucher Weg sowie künftige Baugebiete, ergänzte Biesenberger.

Mit dem angestrebten städtebaulichen Vertrag soll verhindert werden, dass Baugebiete nicht vollständig bebaut werden. „Wir sehen die notarielle Vereinbarung nur als zusätzliche Möglichkeit, die wir anwenden können, aber nicht müssen“, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage. Natürlich könne die Gemeinde in jedem einzelnen Fall individuell handeln.

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