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Vöhringen

25.11.2017

Bei Wind und Wetter im Einsatz

In diesen Tagen sind die Salzlager der Autobahnmeisterei Vöhringen wieder gefüllt. Sobald es glatt wird auf der Autobahn oder Schnee liegt, sorgen die Mitarbeiter für Sicherheit.
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In diesen Tagen sind die Salzlager der Autobahnmeisterei Vöhringen wieder gefüllt. Sobald es glatt wird auf der Autobahn oder Schnee liegt, sorgen die Mitarbeiter für Sicherheit.
Bild: Archivfoto: Alexander Kaya

Seit 40 Jahren sorgen die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Vöhringen für die Sicherheit auf den Hauptverkehrsadern der Region. Neben dem Winterdienst übernehmen sie viele Aufgaben.

Es ist Winter, das Thermometer zeigt minus zwei Grad an. Vor Stunden hatte es geregnet, die Autobahn ist nass. Plötzlich bildet sich Blitzeis, der Albtraum eines jedes Autofahrers. Erleichternd ist es dann, im Rückspiegel die blinkenden Lichter der beiden großen Lastwagen zu sehen, die im Gespann versetzt fahren, um mit Salz die Fahrbahnen eisfrei zu halten. Sie kommen in dieser Region aus der Autobahnmeisterei Vöhringen, die in diesen Tagen 40 Jahre alt wird. Tag und Nacht sind deren Mitarbeiter für die Sicherheit auf der Autobahn zwischen Elchingen und Altenstadt verantwortlich.

Die Autobahnmeisterei entstand im September 1977. In den 40 Jahren, so sagt ihr Leiter Thomas Lilge, gab es 60 Mitarbeiter und nur drei Straßenmeister. Bei Gründung waren es 19 Beschäftigte, heute sind es 23. Neben dem Räumen von Eis und Schnee sind die Aufgabenbereiche weit gespannt: Die allgemeinen Dienste beziehen sich auf die Streckenkontrolle und Beseitigung von Gefahrenquellen, wenn also Hindernisse oder Verschmutzungen die Verkehrssicherheit gefährden. Hinzu kommen kleinere Instandsetzungsarbeiten an den Fahrbahnen, Brücken, Durchlässen, Stütz- und Lärmschutzwänden, die Aufstellung und Reinigung von Verkehrszeichen, die Aufnahme von Unfallschäden, die Pflege des Begleitgrüns und der Unterhalt der unbewirtschafteten Rastplätze und WC-Anlagen. Auch nach den Entwässerungsanlagen sehen die Mitarbeiter und halten diese sauber.

Bei diesen Arbeiten müssen unter Umständen weite Strecken zurückgelegt werden. „Zuständig sind wir für 35 Kilometer der Autobahn 7 von der Anschlussstelle Altenstadt bis zum Autobahnkreuz Ulm/Elchingen“, erklärt Olav Weller, Leiter der Autobahndirektion Kempten. Hinzu kommen zehn Kilometer auf der Bundesstraße 28 von Neu-Ulm bis Senden. Die Männer in ihren Lastwagen und Kontrollfahrzeugen sind aber auch 54 Kilometer auf der Autobahn 8 unterwegs, vom Kreuz Ulm/Elchingen bis zur Anschlussstelle Augsburg-West. „Da geht es um hoheitliche Aufgaben wie Kontrollfahrten, Verkehrsschauen, Abnahme von Umleitungsstrecken, Fahrbahnfreigaben nach Unfällen und auch die Abnahme von Verkehrszeichen“, sagt Weller.

Die Frage nach dem Salzverbrauch beantworten Weller und Lilge so: Es komme selbstverständlich auf den Winter an, aber im Durchschnitt werden rund 1600 Tonnen insgesamt oder 1,4 Kilogramm pro Quadratmeter Straßenfläche und rund 212000 Liter Sole ausgebracht. Zur Verfügung stehen sechs Großfahrzeuge, davon sind fünf Laster und ein Geräteträger. Es gibt sieben Klein-Lastwagen, zwei Transporter und zwei Autos für die Straßenmeister.

Aber auch in der Autobahnmeisterei gab es Erweiterungen. Eine kleine Kfz-Halle entstand 2008, das Verwaltungsgebäude wurde 2012 umgebaut, eine Werkhalle kam 2016 hinzu. Zudem seien Erweiterungen geplant. Es wird eine Salzhalle für 3000 Tonnen Salz gebraucht, denn die derzeitige Kapazität liegt bei nur 1700 Tonnen.

Wichtig sei auch, dass man den Männern, die auf der Autobahn arbeiten, die richtige und gut erkennbare Kleidung verpasst hat, „zu ihrer Sicherheit“, wie Weller und Lilge betonen. Was manchmal allerdings schwer nachzuvollziehen ist, sei die Erwartungshaltung der Autofahrer, die auf der Autobahn unterwegs sind. „Die beschweren sich, wenn sie zu lange zu langsam hinter einem Räumfahrzeug fahren müssen. Dabei fahren wir doch zu deren Sicherheit“, sagt Weller.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Autobahnmeisterei fand im Gasthaus Zum Griaswirt eine Feierstunde mit mehr als 100 Besuchern statt. Bürgermeister Karl Janson sprach den Mitarbeitern, die bei Wind und Wetter raus müssen, Anerkennung aus. „Die Zusammenarbeit klappt bestens“, so Janson.

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