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Vöhringen

09.08.2020

Beim Ferienspaß in Vöhringen ist dieses Jahr alles anders

Die Tablet-Spezialisten beim Vöhringer Ferienspaß (von rechts) Mara Hilsenbeck, Chris Gugler und Victoria Giehle.
Bild: Ursula Katharina Balken

Plus Zwei Wochen Betreuung in Vöhringen sind zu Ende. Die Bilanz der Organisatoren fällt komplett positiv aus. Sie denken schon an nächstes Jahr.

Ein wenig ermattet, aber überaus zufrieden sinken Jugendpflegerin Kerstin Zogalla und ihre Mitarbeiter Günter Hiller und Thomas Köhler auf die erstbeste Sitzgelegenheit. Es ist Freitagmittag. Gerade haben die letzten Kinder das Gelände der Uli-Wieland-Mittelschule verlassen, der 41. Ferienspaß ist zu Ende. Das Motto dieses Jahres „Ferienspaß – mit Abstand das Beste 2020“ hat sich voll und ganz erfüllt. Eine positive Bilanz über den diesjährigen Ferienspaß ziehen die drei Mitarbeiter der Stadtjugendpflege. „Alle Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten, Masken tragen kein Problem, gutes Wetter, kein Unfall – es waren schöne Tage. Unser Programm wurde gut angenommen.“

Dazu war auch einiges an Vorarbeit nötig. Die musste im Eilverfahren durchgezogen werden. „Denn dass der Ferienspaß dann doch stattfinden durfte, erfuhren wir erst am 1. Juli. Ferienbeginn war bereits am 27. Juli. Das war schon knapp“, sagt Zogalla. Immer in der Hoffnung, dass das Okay der Staatsregierung doch noch kommt, hatte die Leitung des Jugendhauses und das Betreuerteam dennoch schon Wochen vorher mit der Programmgestaltung begonnen.

Für den Ferienspaß in Vöhringen gab es einen klaren Leitfaden

„Es ging ja nicht allein um die Frage, was wollen und dürfen wir in der Corona-Krise den Kindern bieten. Die Jugendlichen, die beim Ferienspaß die Mädchen und Buben beaufsichtigen, müssen ja auch eingewiesen werden“, erklärt die Jugendpflegerin. „Manche sind zwar schon zehn Jahre in Folge dabei, aber es gibt auch immer wieder Neulinge“, ergänzt Thomas Köhler. So wurde also rechtzeitig ein detaillierter Organisationsplan entworfen, sozusagen als Leitfaden für das Betreuerteam.

Beim Ferienspaß in Vöhringen ist dieses Jahr alles anders

In diesem Jahr war alles anders. Seit 40 Jahren war der Sportpark im Süden der Stadt das Areal, in dem der Ferienspaß abgewickelt wurde. In diesem Jahr war das großräumige Gelände ungeeignet. Gruppenbildung mit jeweils einem Betreuer war angesagt, was durch die Weitläufigkeit der Sportanlagen nicht gut umzusetzen war. In diesem Fall war die Uli-Wieland-Mittelschule die beste Alternative, sagt Zogalla. „Wir sind Rektor Thomas Pelikan und auch der Stadt dankbar, dass wir die Räumlichkeiten nutzen konnten.“ Auch die zentrale Lage sei optimal gewesen. Die Schule bot durch die Klassenräume Gelegenheit zur Gruppenarbeit, die Schulküche wurde genutzt. Die Innenhöfe und die zwei Schulhöfe im Osten und Westen des Gebäudes boten gute Bedingungen für Außenaktivitäten. „Da war uns Thomas Nothelfer als Hausmeister eine große Hilfe. Er hatte sogar seinen Urlaub verschoben“, zeigt sich Kerstin Zogalla von diesem Engagement recht angetan.

Vielseitiges Angebot für Kinder in Vöhringen

Das Angebot für die Mädchen und Buben war vielseitig. So wurde Stockbrotbacken ebenso gern besucht wie die Foto-Safari durch die Stadt. Ein Höhepunkt aber war der „Wunderkoffer“ von der Kreismedienstelle in Illertissen. Er enthält Tablets, mit denen die einzelnen Aktivitäten aufgenommen wurden. Aber auch für das vorzubereitende Programm erwiesen sich die Tablets als hilfreich. Die Jugendlichen konnten ihr Know-how auf dem Gebiet moderner Medientechnik unter Beweis stellen, auch wurden Videos von einzelnen Aktionen aufgenommen. Wenn sich dann die Teilnehmer hinterher selbst bewundern konnten, war der Spaß besonders groß.

Insgesamt nahmen 201 Kinder in zwei Wochen am Ferienspaß teil. In der ersten waren es 99 und in der zweiten 102 Mädchen und Buben. Insgesamt waren 32 Betreuer im Einsatz. Die Kinder wurden gebracht und geholt. Jedem Teilnehmer wurde vor der Schule ein Platz zugewiesen, wo er ins Auto von Mama oder Papa einsteigen durfte. So wurde Gedränge vermieden und die Abstandsregeln eingehalten. „Einige Eltern bedankten sich, weil der Ferienspaß auch eine gewisse Entlastung darstellte, zum Beispiel, wenn jemand Home-Office macht“, freute sich die Jugendpflegerin.

Jetzt beginnt das große Aufräumen. Manches an Inventar kommt ins Jugendhaus zurück und auch die Klassen sollen blitzsauber hinterlassen werden. Hilfe dabei wird der unentbehrliche Bauhof sein. Jetzt schaut man gespannt in die Zukunft, wie wird der Ferienspaß 2021 aussehen? Zogalla, Hiller und Köhler sagen: „Hoffentlich gut.“

Mehr über den Ferienspaß in der Region lesen Sie hier:

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