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Faire Preise

04.02.2020

Blockade bei Aldi

Bauern protestieren vor Lager

In Altenstadt haben sich in der Nacht zum Montag Landwirte mit insgesamt 23 Traktoren versammelt. Wie die Polizei mitteilt, blockierten die Bauen mit ihren Gefährten die Zufahrt zum Zentrallager des Lebensmitteldiscounters Aldi. Die Protestaktion dauerte rund drei Stunden.

Acht Lastwagen mussten vor der verbarrikadierten Zufahrt warten, bis die Landwirte gegen vier Uhr wieder abgerückt waren. Nach Angaben von Aldi selbst sind keine größeren Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs entstanden.

Mit der Versammlung wollten die Landwirte auf ihre schwierige Lage und auf die Dumpingpreise bei den Lebensmitteln aufmerksam machen. Angemeldet war die Aktion als Demo für faire Milchpreise.

Blockade bei Aldi

Der Protest richtete sich gegen den Lebensmittelkonzern. Wie aus dem Polizeibericht hervorgeht, haben die beteiligten Landwirte dafür gesorgt, dass die Situation für die betroffenen Lastwagenfahrer möglichst angenehm war: Sie wurden mit Essen und Getränken versorgt. Im benachbarten Dettingen organisierten die Landwirte ähnliche Protestaktionen auf den Betriebsgeländen der Firmen Lidl und Norma.

Die Proteste in Altenstadt und Dettingen fanden wohl mit Blick auf das Treffen im Bundeskanzleramt statt, bei dem Angela Merkel am Montag Vertreter des Einzelhandels und der Ernährungsindustrie getroffen hatte. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte angekündigt, rechtlich gegen dauerhafte Billigangebote im Lebensmittelbereich vorzugehen. Sie fordert außerdem Wertschätzung für diejenigen, die die Nahrungsmittel produzieren. (fwo)

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