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Klosterbeuren/München

22.01.2019

Bürgerhaus-Bau in Klosterbeuren muss bald starten

Ein Teil der Alten Schule an der Reichauer Straße soll weichen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Die Bagger sollen so bald wie möglich loslegen.
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Ein Teil der Alten Schule an der Reichauer Straße soll weichen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Die Bagger sollen so bald wie möglich loslegen.
Bild: Sabrina Schatz (Archivbild)

Babenhausen erhält fast eine halbe Million Euro für das Gebäude im Ortsteil Klosterbeuren. Zwei Jahre ist nun Zeit, die Pläne umzusetzen – eine „sportliche Aufgabe“, so der Bürgermeister.

Die Klosterbeurer haben Grund zur Freude: Sie bekommen tatsächlich ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus – und das schon innerhalb der kommenden zwei Jahre. Dank eines üppigen Zuschusses ist der geplante Neubau für den Markt Babenhausen bezahlbar geworden. Fast eine halbe Million Euro erhält die Gemeinde dafür. „Das war im Vorfeld ja nicht absehbar“, sagt Bürgermeister Otto Göppel. Darum sei er „positiv überrascht“ gewesen, als zum Jahreswechsel die Zusage eintraf. Am Montag fuhren er und Marktrat Josef Deggendorfer (diesmal in der Funktion des Bauplaners) nach München, um den Förderbescheid im Bayerischen Landwirtschaftsministerium feierlich entgegenzunehmen. Nun muss es zügig losgehen.

Im Sommer hatten noch nicht alle daran geglaubt, überhaupt Geld aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (Eler) zu ergattern. Ein Teil der Markträte war skeptisch, ob Babenhausen Chancen auf die Förderung hat. Wie Bürgermeister Göppel erklärt, werden die Projekte nach einem Punktesystem bewertet und ausgewählt. Finanzschwache Kommunen mit schwindender Bevölkerung etwa sollen auf diese Weise vorrangig profitieren. „Gemeinden in Teilen der Oberpfalz haben da zum Beispiel bessere Chancen als wir.“ Schließlich hatte sich der Babenhauser Marktrat trotzdem dazu entschieden, zumindest einen Versuch zu starten und einen Antrag einzureichen. Mit Erfolg.

Ein Teil der Alten Schule soll abgerissen werden

Babenhausen ist nun eine von 41 Gemeinden in Bayern, die ihre geplanten Projekte zur Dorferneuerung umsetzen können. Mit der Förderung wolle der Freistaat einen Beitrag leisten, damit sich die ländlichen Regionen weiterentwickeln und attraktiv bleiben, sagte der Amtschef des Landwirtschaftsministeriums Hubert Bittlmayer bei dem Termin in München. Mit circa 466000 Euro an Eler-Geldern kann die Marktgemeinde rechnen. Insgesamt werden sich die Kosten für das neue Bürgerhaus den Kalkulationen zufolge auf mehr als eine Million Euro belaufen.

Die Zuschüsse muss Babenhausen nun innerhalb von zwei Jahren abrufen. Das heißt: Bau und Abrechnung müssen bis Anfang 2021 abgeschlossen sein. „Das ist eine sportliche Aufgabe“, sagt Göppel. „Wir müssen die Aufträge so bald wie möglich ausschreiben.“ Denn Baufirmen und Handwerker sind ohnehin gut ausgelastet, was manches verzögern könnte. Zunächst aber müsse der Marktrat die entsprechenden Beschlüsse fassen. Eine Überlegung ist es laut Göppel außerdem, noch das Klosterbeurer Dorffest abzuwarten, bevor die Bagger an der Reichauer Straße anrollen. „Ein Start im Sommer ist wahrscheinlich auch realistischer.“

So soll das Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Klosterbeuren aussehen. Der Marktrat hat den Bauantrag bereits abgesegnet.
Bild: Josef Deggendorfer (Repro)

Wie berichtet, soll ein Teil der Alten Schule – ein Komplex aus zwei Gebäuden, die in die Jahre gekommen sind – abgerissen werden. In dortigen Räumen hatten sich Vereine wie die Musikanten und Schützen bislang getroffen. An derselben Stelle soll ein Neubau mit zwei Geschossen entstehen. Den Bauantrag genehmigten Marktrat und Landratsamt bereits im vergangenen Jahr. Zuvor hatten die Klosterbeurer die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und Wünsche zu äußern. Denn schließlich soll das Dorfgemeinschaftshaus den Vereinen und Bürgern einmal als neuer Treffpunkt dienen – zumal die Gastwirtschaft im Ort auf lange Sicht schließen wird, wie es hieß.

Am Montagabend, nach dem Termin in München, trafen sich Vertreter der Marktgemeinde noch mit einen Teil der Klosterbeurer Vereinsvorstände. „Sie sind hocherfreut über die Entwicklung“, berichtet Göppel.

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