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Pandemie

28.10.2020

Corona: Das gilt im Unterallgäu

Die Ampel steht auf Dunkelrot. Was das für das Leben im Landkreis bedeutet

Die bayerische Corona-Ampel steht für den Landkreis Unterallgäu auf Dunkelrot: Das LGL vermeldet eine Sieben-Tage-Inzidenz von 135,54. Das Landratsamt hat deshalb die neuen Regelungen bekannt gegeben, die ab Mittwoch, 28. Oktober, gelten.

Private Treffen und Feiern sind auf maximal zwei Hausstände oder fünf Personen begrenzt.

Alle Veranstaltungen (auch unter freiem Himmel) sind auf 50 Teilnehmer begrenzt. Dies gilt auch für alle sonstigen Veranstaltungen ohne feierlichen Charakter sowie für Tagungen und Kongresse. Theater, Konzerthäuser und Kinos sowie Sportveranstaltungen sind auf 50 Besucher begrenzt. Einzig für Gottesdienste und Demonstrationen gilt diese Höchstteilnehmerzahl nicht.

Überall, wo Menschen dicht oder länger zusammenkommen, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Sie gilt auch am Arbeitsplatz, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Für Grundschüler gilt im Unterallgäu weiterhin, dass die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterrichtsraum am Platz abgenommen werden darf.

Ab 21 Uhr ist der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen untersagt. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen sowie ein Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen.

Das Landratsamt hat außerdem für Kindertagesstätten eine funktionelle Trennung der Gruppen angeordnet. Die Regelung soll verhindern, dass komplette Einrichtungen schließen müssen.

Patienten oder Bewohner von Pflegeheimen dürfen täglich nur von einer Person zu einer festen Zeit besucht werden. Die Besuchsbeschränkung gilt für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie Intensivpflege-WGs. Zu Besuch kommen dürfen Angehörige des eigenen Hausstandes, Ehegatten, Partner, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands. Minderjährige dürfen auch von den Eltern gemeinsam besucht werden. Die Begleitung von Sterbenden ist jederzeit möglich. Auch bei der Geburt darf stets eine Begleitperson dabei sein.

Die Stufen der Rahmenhygienepläne der Kitas und Schulen gelten nicht automatisch, sondern werden vom Landratsamt angeordnet. „Wir wollen so lange wie möglich den Distanzunterricht verhindern“, sagt Landrat Alex Eder.

Dazu gehöre beispielsweise auch, wenn nötig einzelne Klassen oder ganze Jahrgangsstufen in Quarantäne zu schicken oder auch in einer Grundschulklasse bei Bedarf eine Maskenpflicht auszusprechen. Eder hält an seiner Entscheidung fest, dass die Mund-Nasen-Bedeckung an Grundschulen am Platz abgenommen werden darf, wenn der Unterricht in festen Klassen stattfindet. Die rechtliche Klärung des Themas ist laut Landratsamt noch nicht abgeschlossen. (az)

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