Newsticker
Bericht: Merkel lässt sich am Freitag mit AstraZeneca impfen
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Denkmalgeschütztes Huith-Haus: Umbau dürfte beginnen

Altenstadt

16.11.2019

Denkmalgeschütztes Huith-Haus: Umbau dürfte beginnen

Das Huith-Haus ist in keinem guten Zustand.
Foto: Madeleine Schuster (Archiv)

Der Altenstadter Jochen Anders hat mit dem maroden Haus in der Ortsmitte Großes vor. Eine Sache muss er noch klären, bevor er richtig loslegen kann.

Jochen Anders will etwas dafür tun, dass mehr Leben in die Altenstadter Ortsmitte kommt. Vor rund sechs Jahren hat er ein altes, etwas verfallen wirkendes Gebäude in der Memminger Straße gekauft. Wer hat Huith-Haus als „Schandfleck“ bezeichnet, übertreibt nicht. Unten an der Fassade hat sich an manchen Stellen Moos festgesetzt, weiter oben ist der Putz abgeblättert und hat den Blick auf das rote Ziegelwerk freigegeben.

Anders engagierter Plan: Er will das Haus sanieren und ein Restaurant mit Biergarten einrichten. Dass Anders nicht schon längst mit den Bauarbeiten begonnen hat, liegt am Denkmalschutz. An den will sich der Altenstadter, der auch im Marktgemeinderat der Kommune sitzt, selbstverständlich halten. Inzwischen arbeitet er bei dem Projekt mit einem Architekten zusammen, der sich auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisiert hat.

Warum das Bauwerk besonders ist

Das Huith-Haus ist Teil der sogenannten Judensiedlung. Es wurde wohl in den 1850er Jahren erbaut und steht nicht nur selbst unter Denkmalschutz, sondern ist auch Teil eines geschützten Ensembles. Das heißt, es muss sich auch weiterhin Straßenbild einfügen. Nach einem positiven Beschluss der jüngsten Altenstadter Marktratssitzung, über den Anders als Beteiligter selbst nicht mit abstimmen durfte, hat der Bauherr nun alle Genehmigungen beisammen. Er sagt: „2020 losbauen und Anfang 2021 fertig zu werden, das ist grade meine Traumvorstellung.“ Jetzt könne ihm nur noch die Bank einen Strich durch die Rechnung machen. Im Moment sei er mit seinem Architekten dabei, die Kosten zu senken. Die werden im Moment auf rund 1,2 Millionen geschätzt. Zuschüsse bekommt Anders für sein Projekt unter anderem von der Städtebauförderung, dem Denkmalamt und dem Landkreis Neu-Ulm. Einen Teil will er mit der Bank finanzieren. Diese Gespräche, von deren Ausgang das Projekt abhängt, stehen noch aus. Denn ohne diese Finanzierung müsse er das Ganze sein lassen, sagt Anders.

Neben dem Restaurant im Erdgeschoss plant er zwei Wohnungen im ersten Stock des Hauses, die wie auch das Restaurant vermietet werden sollen.

Lesen Sie zur Vorgeschichte: Was geschieht mit diesem Haus?


Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren