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Weißenhorn

29.07.2020

Der CSU-Fraktionschef will Parkplätze zählen lassen

Der Parkplatz an der Weißenhorner Stadthalle ist tagsüber oft voll belegt.
Bild: Jens Noll

Plus Franz Josef Niebling hat selbst nach freien Parkplätzen in Weißenhorn gesucht. Die hat er auf Flächen entdeckt, die in der Nähe der Altstadt sind.

Eine Anregung zum Thema Parken in der Weißenhorner Innenstadt hat CSU-Fraktionschef Franz Josef Niebling am Montagabend im Bau- und Werksausschuss geäußert: Eine detaillierte Zählung der Parkplätze könnte aus seiner Sicht eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat im Hinblick auf weitere Maßnahmen sein.

Eine Entscheidung darüber, ob die Stadt einen Ideenwettbewerb für eine Umgestaltung des Parkplatzes am ehemaligen Busbahnhof ausschreibt, hat das Gremium wie berichtet zuletzt vertagt. Zum Hintergrund: Bürgermeister Wolfgang Fendt möchte zuvor abklären, ob die Stadt durch den Bau eines Parkdecks Fördergelder riskieren könnte. Denn ein solcher Neubau steht womöglich im Widerspruch zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept Isek, das eine maßgebliche Rolle bei der Verteilung von Fördergeldern spielt.

Langzeitparker belegen den Parkplatz am ehemaligen Busbahnhof

Vermutlich wird sich der Stadtrat erst im September wieder mit dem Thema befassen. Niebling möchte die Zeit bis dahin nutzen und bat den Bürgermeister, eine Verkehrszählung in die Wege zu leiten. Er selbst habe sich die Mühe gemacht, an einem Freitagmorgen um 9 Uhr selbst nachzuzählen. Sein Ergebnis: Während alle Parkplätze bei der Stadthalle und auf dem Gelände des ehemaligen Busbahnhofs sowie an der Illerberger Straße südlich der Stadtpfarrkirche zu dem Zeitpunkt belegt waren, zählte Niebling nach eigenen Angaben insgesamt um die 50 freie Parkplätze auf dem Rössle-Areal und am ehemaligen Feneberg.

Der CSU-Fraktionschef kritisierte, dass die Parkplätze auf dem Rössle-Areal und auf dem Gelände des ehemaligen Feneberg nicht ausgeschildert seien und auch auf der Internetseite der Stadt nicht erwähnt werden. Dabei seien diese Parkplätze nur drei Gehminuten von der Altstadt entfernt und daher auch gut geeignet für Langzeitparker. Niebling geht wie andere Stadträte auch davon aus, dass viele Autofahrer, die in der Innenstadt arbeiten, ihre Fahrzeuge den ganzen Tag über auf den zeitlich unbeschränkten Parkplätzen am ehemaligen Busbahnhof stehen lassen. Die WÜW-Fraktion möchte die Parkzeit dort und an der Stadtpfarrkirche tagsüber auf zwei Stunden begrenzen.

Wenn die Langzeitparker auf den Rössle-Parkplatz und auf das ehemalige Feneberg-Areal ausweichen würden, dann würde die Strategie mit der Begrenzung der Parkdauer am ehemaligen Busbahnhof aufgehen und die Lage dort entspannen, präzisierte Niebling im Gespräch mit unserer Redaktion. Er räumte in der Sitzung aber auch ein, dass seine Zählung nicht repräsentativ ist. Deshalb schlug er vor, objektive Zahlen über die Parkplatznutzung erheben zu lassen. Momentan sei die Situation ohnehin nicht repräsentativ, sagte der Bürgermeister. „Vor Corona war alles gerammelt voll.“ Fendt nahm Nieblings Anregung auf, ohne weiter darauf einzugehen.

Mehr über das Thema Parken in Weißenhorn lesen Sie hier:

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