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Illertissen

12.04.2019

Die Bürokratie bremst den Fortschritt in Illertissen

Das ehemalige Baywa-Areal befindet sich östlich der Bahnlinie, nördlich der Adolf-Kempter-Straße und westlich der Ulmer Straße in Illertissen.
Bild: Dominik Stenzel

Das neue Wohngebiet auf dem alten Baywa-Areal ist ein langwieriges Projekt. Dass es jetzt noch länger dauert, liegt an weiteren Vorgaben.

Willkommen im Bürokratie-Dschungel! Das dürften sich die Mitarbeiter der Stadt Illertissen mit Blick auf das ehemalige Baywa-Areal denken. Allein bis ein Bebauungsplan steht, dauert und dauert es. Bis tatsächlich die ersten Frauen und Männer ihre Umzugskartons in die neuen Häuser schleppen können, dürfte noch viel Wasser die Iller hinabfließen. Das Problem ist nur: Der Wohnraum wird nicht erst in ein paar Jahren knapp – er ist es jetzt. Statt die Kommunen mit Regeln, Gesetzen und Auflagen zu überschütten, sollten die Entscheidungsträger in Berlin oder München vielmehr darauf achten, bürokratische Hürden abzubauen.

Auf dem alten Baywa-Areal – ein Projekt für die von der Regierung gewünschte „Innenentwicklung“ – sollen etliche neue Wohnungen entstehen. Diese benötigt Illertissen, das wächst und wachsen will. Wie Bürgermeister Jürgen Eisen in dieser Woche sagte, erreichen das Rathaus immer wieder Anfragen vor allem junger Illertisser, die in der Stadt wohnen wollen. Dass diesen eine bezahlbare Option geboten wird, dürfte im Sinne der Regierung sein, die regelmäßig „Wohnraumoffensiven“ startet und „Miet- und Wohngipfel“ einberuft.

Zig Gutachten, Paragrafen und Verfahren

Doch bei zig Gutachten, Paragrafen und Verfahren, die wiederum alle irgendwie miteinander verstrickt sind, fällt es den Planern gewiss nicht leicht, das Ziel im Blick zu behalten – und: den Enthusiasmus nicht zu verlieren. So kann der Illertisser Hochbauamtsleiter eine Spur Zynismus in der Stimme nicht verbergen, wenn er von Regeln erzählt, wie die Schotterhaufen in einem Ersatzhabitat für 24 Zauneidechsen beschaffen sein müssen (so wichtig Naturschutz ist!)

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Auch und vor allem in kleineren Gemeinden ist die Bürokratie eine Bremse für den Fortschritt. Sie haben weniger Mitarbeiter, die sich einlesen können/müssen. Welche Formalien gelten für Zuschussanträge? Und was besagt eigentlich das bayerische Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler, Teil 3, Artikel 9? Den Kommunen wäre sehr geholfen, wenn der Bürokratiedschungel lichter würde. Und Projekte könnten – zumindest etwas – zeitiger umgesetzt werden.

Worum geht es bei der Verzögerung: Baywa-Areal: Wie ein kleines Tier den Zeitplan durcheinanderbringt

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